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Deutsche Telekom kämpft gegen die weißen Flecken auf der Landkarte. Mehr Gebiete sollen künftig mit T-DSL in Deutschland versorgt werden. Mit zwei unterschiedlichen Techniken, "Outdoor-DSLAM" und "Breitband-Extendern", die dank "Interference Cancellation" (IFC) für stabile Übertragungen über lange Distanzen sorgen, soll die Zahl der angeschlossenen Haushalte deutlich steigen. Für alle übrigen Gebiete gibt es nach der CeBIT noch einen weiteren neuen Breitband-Zugang, der Down- und Upstream über Satellit abwickelt.
Outdoor-DSLAM
Gregor Theissen, Leiter Geschäftssteuerung der T-Com Region West, kündigte zwei unterschiedliche Verfahren an. Überwiegend für die neuen Bundesländer und Teile von Ost-Berlin sollen Verteilerschränke und Ports auf die Straße verlagert und somit die Entfernung zwischen Vermittlungsstelle und Kunden deutlich verringert werden. Von einer solchen "Mini-Vermittlungsstelle" aus können Teilnehmer in einem Umkreis von rund fünf Kilometern mit Breitband-Internet versorgt werden.
Diese so genannten Outdoor-DSLAM (Digital Subscriber Line Access Multiplexer) sollen in Gegenden zum Einsatz kommen, wo Glasfasernetze bislang die Einrichtung von T-DSL Anschlüssen erschwerten. Ein in der Vergangenheit oft angedachter, kostspieliger Überbau der Glasfaserleitungen mit Kupfer entfällt somit. Bei der letzten Meile zum Anschlussinhaber wird aber wie gewohnt auf Kupferleitungen gesetzt. Entsprechende Feldversuche konnten bereits mit positiven Ergebnissen abgeschlossen werden. Die Outdoor-DSLAM-Technik soll nun auf neue Gegenden ausgedehnt werden.
Breitband-Extender
In ländlichen Gebieten sollen hingegen künftig so genannte Breitband-Extender zum Einsatz kommen. Extender ermöglichen DSL-Anschlüsse über deutlich größere Entfernungen. Davon profitieren in erster Linie Gemeinden, in denen Kupferleitungen verbaut wurden. Die "IFC-Technik" soll zudem Störungen in den DSL-Leitungen reduzieren beziehungsweise komplett herausfiltern. War T-DSL bislang nur verfügbar, wenn der Hausanschluss nicht weiter als vier Kilometer vom nächsten Hauptverteiler entfernt lag, soll es mit Breitband-Extendern auch bei 15 Kilometern kein Problem mehr sein.