Nach Streitigkeiten mit der Videoplattform YouTube will der US-Medienkonzern Viacom künftig mit einem neuen Internet-Partner
zusammenarbeiten. Nach Informationen des "Wall Street Journal" steht Viacom kurz vor der Unterzeichnung eines Abkommens mit der im vergangenen Jahr gegründeten Plattform Joost.
Urheberrechte werden geschützt
Ein wesentlicher Faktor für diese Entscheidung sei die Zusicherung von Joost, die Urheberrechte von Viacom zu schützen. Nach eigenen Angaben will das Unternehmen hunderte Stunden aus seinen TV-Kanälen MTV, Comedy Central und Spike sowie der Paramount Studios anbieten. Viacom hatte der inzwischen von Google übernommenen Videoplattform YouTube Anfang Februar die Verbreitung von Inhalten untersagt und gefordert, rund 100.000 Titel aus dem Angebot zu entfernen. Das daraufhin vorgelegte Angebot sei für Viacom nicht akzeptabel gewesen, sagte der Unternehmensmanager Philippe Dauman der Zeitung. Auch andere Unternehmen hatten YouTube in den vergangenen Wochen wiederholt Verletzungen des Urheberrechts vorgeworfen.
Neuer Partner Joost
Joost wurde von den Gründern des Internet-Telefonieanbieters Skype und der umstrittenen Tauschbörse Kazaa aus der Taufe gehoben. Über
finanzielle Details des Vertrages wurde Stillschweigen vereinbart.
Um die Inhalte von Joost darzustellen, wird eine bestimmte Streaming-Software benötigt. Derzeit sind aber noch keine Versionen für Mac- und Linux-Nutzer verfügbar. Das Angebot soll dauerhaft kostenfrei zur Verfügung stehen und durch Werbung unterbrochen werden.
Stefan Hagedorn