Dienstag, 06.02.2007 15:11

Mobile Gefahren von Pornos bis Pädophilen-Chats

aus dem Bereich Mobilfunk
Führende Mobilfunkhersteller wie die Deutsche Telekom und Vodafone haben sich am Dienstag zu mehr Jugendschutz verpflichtet. EU-Medienkommissarin Viviane Reding bezeichnet dies als sinnvoll. Denn auf dem Handy lauern für Kinder viele Gefahren, von denen Eltern oft nichts wissen. Ermöglicht werden sie durch neue Technologien, die das Mobiltelefon zum Webbrowser machen und damit E-Mails versenden und verschicken. Die Redaktion gibt einen Überblick:

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Pornografie

Die Zahl der Porno-Angebote für Handys explodiert. Nach EU-Angaben ist sie allein zwischen 2004 und 2005 um 50 Prozent gestiegen. Nach einer britischen Studie haben sich bereits sechs von zehn Kindern im Alter von acht bis 16 Jahren im Internet Pornografie angesehen, in den meisten Fällen unbeabsichtigt.

Pädophilen-Chats

Die Gefahr für Kinder, durch Pädophile angesprochen zu werden, steigt mit einem internetfähigen Handy. Denn dort sind die Kontrollmöglichkeiten der Eltern geringer als bei einem PC. Die Zahl der Kontaktseiten, über die Pädophile auf Jugendliche zugehen, ist deutlich gestiegen.

Fotofunktion

Der jüngste Fall eines von den Behörden gesuchten Mädchens, von dem Fotos in sexuellen Posen im Internet kursierten, hat es gezeigt: Der Missbrauch ist durch die Technik leichter geworden. Auch die in Mobiltelefonen eingebauten Kameras können eine Gefahr sein - etwa wenn Kinder von Fremden aufgefordert werden, von sich selbst Fotos zu machen und sie per Bildtransfer (MMS) zu schicken.

Gewaltspiele

Handys werden durch neue Techniken zunehmend zur Spielkonsole. Über die Internet-Funktion können sich Jugendliche auch Gewaltspiele herunterladen, die in Deutschland verboten sind, so etwa das berüchtigte Spiel "Manhunt" (Menschenjagd).

Telefonterror

Nach einer finnischen Umfrage ist Telefonterror gegen Kinder ein weit verbreitetes Phänomen. Ein knappes Drittel der Sieben- bis Neunjährigen berichtete danach über Drohungen, Erpressung oder Beschimpfungen über ihr Handy. Rund 30 Prozent der Betroffenen sprachen mit niemandem über diese Anrufe.
Denise Bergfeld / afp
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