Montag, 05.02.2007 16:11

Die Malware und das große Geld

aus dem Bereich Computer
Gerade mit dem Erscheinen von Windows Vista ist Malware wieder ein großes Thema. Ob Vista unter einer ähnlichen Virenplage leiden wird, wie anfangs Windows XP, wird sich noch zeigen. Fest steht: Die Schädlings-Programmierung wird immer professioneller. Statt des zerstörerischen Werks so genannter "Skript-Kiddies", erinnern die kriminellen Strukturen hinter den Schadprogrammen mittlerweile mehr und mehr an organisiertes Verbrechen.

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Profis statt Skript-Kiddies

Als sich im Frühsommer 2004 die Entwickler von "Sasser" und "MyDoom" eine Schlacht der Versionen lieferten und mehrmals täglich neue Varianten der Würmer erschienen, war das noch ein zweifelhafter Versuch, berühmt zu werden, jedoch ohne jedes finanzielle Interesse. Inzwischen steckt mehr dahinter: Die Malware-Programmierer sind auf das große Geld aus, wie Michael St. Neitzel, Technischer Sprecher von FRISK Software International, den Machern von F-Prot Antivirus, erklärt.

Mit Malware lässt sich nämlich ordentlich Geld verdienen: Egal, ob Kreditkartennummern, Adressen oder sogar Unternehmensgeheimnisse ausgeplaudert werden, Daten, die auf PCs lagern, sind wertvoll. Da scheint es logisch, dass sich Malware-Programmierer immer öfter verbrecherisch organisieren, um gezielt Daten zu erbeuten.

Einkommen von 25.000 Dollar im Monat

Statt mit ihren Schädlingen bekannt zu werden, versuchen die Schädlings-Entwickler aktuell, ihre Schadprogramme langfristig zu platzieren. Das bedeutet, dass ein Schädling unauffällig ins System gebracht wird, um dort möglichst lange Daten zu stehlen. Gleichzeitig werden Techniken entwickelt, um Virenscanner zu umgehen oder deren Scan-Funktionen auszuhebeln.
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