Donnerstag, 01.02.2007 19:04

ZDF will höhere GEZ-Gebühr für HDTV kassieren

aus dem Bereich Sonstiges
Die Umstellung auf High Definition Television (HDTV) kommt die Rundfunkanstalten teuer zu stehen. 80 Millionen Euro muss allein das ZDF nach eigenen Angaben investieren. Die gesamte Produktions- und Übertragungstechnik wird vor der Umstellung erneuert und während der Übergangszeit müssen die Fernsehprogramme parallel hochauflösend und im alten Standard ausgestrahlt werden. Das ZDF hatte in der Vergangenheit beschlossen, möglichst rasch auf die neue Technik umzustellen. Für die Finanzierung will der Sender nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) nun aber den Gebührenzahlern tiefer in die Taschen greifen.

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GEZ-Gebühren sollen steigen

Das ZDF berechne derzeit die Kosten und werde diese als Gebührenbedarf bei der "Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten" (KEF) anmelden, äußerte sich ZDF-Intendant Markus Schächter gegenüber der Zeitung. Bis April muss der Antrag bei der Kommission vorliegen. Ab 2009 könnten dann höhere GEZ-Gebühren drohen, sollte die Kommission dem Sender zustimmen.

Schächter sagte, das ZDF wolle möglichst bald nach den Olympischen Spielen 2008 mit der kompletten technischen Umstellung beginnen. Parallel führe der Sender Gespräche mit den ARD-Verantwortlichen, die sich bislang noch nichts festgelegt hätten.

Fernseher ohne passendes Programm

Wer sich in der Vergangenheit schon einen teuren HD-Fernseher zugelegt hat, bekommt derzeit noch nicht viele hochauflösende Inhalte auf dem Bildschirm zu sehen. Auf ProSieben und Sat1 gibt es vereinzelte Sendungen, der Bezahlsender Premiere strahlt hochauflösende Sendungen gegen eine monatliche Abo-Gebühr aus. Um das hochauflösende Fernsehen zu empfangen, wird ein spezieller Fernseher benötigt. Die Auflösung von HDTV ist bis zu fünf Mal höher, als beim derzeitigen PAL-Standard und besticht durch ein gestochen scharfes und brillantes Bild.
Denise Bergfeld
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