Microsoft Deutschland hat einen Erfolg gegen den Handel mit illegalen Software-Lizenzen zu vermelden. Nach Angaben des Unternehmens hat das Landgericht Bochum am 18. Januar einen 42-jährigen türkischen Softwarehändler wegen schweren Betruges zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und 11 Monaten verurteilt.
18.555 gefälschte Lizenzen
Der Mann stand bereits im vorherigen Jahr unter Verdacht, im großen Stil mit falschen Softwarelizenzen für verschiedene Microsoft-Programme gehandelt zu haben. Bereits im Juni vergangenen Jahres wurde er vom Bundeskriminalamt festgenommen und saß seitdem in Untersuchungshaft. Schließlich stellte das Gericht fest, dass er mindestens 18.555 solcher Falschlizenzen an gewerbliche Händler weiterverkauft hat. In der Urteilsbegründung bezeichnete das Gericht den Händler als "raffinierten Straftäter" mit hoher krimineller Energie.
Über 4 Millionen Euro Schaden
Den gutgläubigen Käufern der Lizenzen wurde vorgegaukelt, es handele sich um zuvor rechtmäßig erworbene Originale. Der entstandene Schaden summiere sich auf über vier Millionen Euro. Microsoft rät Käufern, genau darauf achten, woher die Lizenzen stammen.
Saskia Brintrup