Schädlicher Code kann per E-Mail kommen, aber auch auf Websites
lauern. Vor allem die Zahl der Trojaner nimmt zu, leider auch beim Online-Banking. So waren im vergangenen Jahr die so genannten Banking-Schädlinge an jeder fünften Trojaner-Infektion beteiligt und bilden damit die am häufigsten vertretene Trojaner-Art.
Log-In-Daten werden ausspioniert
Banking-Trojaner fangen die Zugangsdaten zu Online-Banking-Diensten ab und beschaffen sich die Informationen, die der Kunde auf den entsprechenden Websites eintippt. Dies kann per Umleitung auf eine manipulierte Website geschehen. Andere Trojaner hingegen überwachen den Nutzer bei der Dateneingabe auf der Original-Website und können auch Informationen aus seinem E-Mail-Account entwenden. Die Schadprogramme stehlen so Konto- oder Kreditkartennummern, PINs oder Passwörter. Diese Daten werden an den Programmierer der Malware gesendet, der sich damit am Konto des ahnungslosen Users bedienen kann.
"Banker" und "Banbra"
Beim Online-Banking stößt man vor allem auf die Trojaner-Familien "Banker" und "Banbra". Erstere sind für jeden zweiten Angriff verantwortlich und die "Banbra"-Exemplare haben rund 40 Prozent der Infektionen auf dem Gewissen. "Goldun", "Bancos" und "Banking" sind weitere Schädlinge, die nach Zugangsdaten zu Bankkonten fahnden.
Saskia Brintrup