Mittwoch, 24.01.2007 11:38

Netcologne: Das Glasfasernetz hinter den Kulissen

aus dem Bereich Breitband
Von Denise Bergfeld
Einige Einwohner im Belgischen Viertel von Köln haben derzeit die Nase vorn, wenn es um schnelles Internet geht. Mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) sind sie auf der Datenautobahn unterwegs. Möglich macht es die hochleistungsfähige Glasfasertechnik und ein neues Angebot von Netcologne, das sich derzeit noch im Testbetrieb befindet. Auf den Kölner Straßen lässt sich davon jedoch nichts erahnen, keine zusätzlichen Verteilerkästen stehen an den Rändern. Der Grund: Netcologne hat die Technik in Kellerräumen untergebracht. Die Redaktion von onlinekosten.de hat sich umgesehen.

Anzeige
Hier laufen die Fasern zusammen

Ein ganz normales Wohnhaus im Belgischen Viertel von Köln. Auf den Klingelschildern stehen die Namen mehrerer Familien. Nichts deutet darauf hin, dass sich hinter den Türen etwas Besonderes verbirgt. Für eine handvoll Journalisten öffnet sich die Haustür und es geht hinab in den Keller. Hinter der Altbau-Fassade befindet sich ein Technikraum des "CityNetCologne", dem schnellen Glasfasernetz des Kölner Telekommunikationsanbieters. Hier sollen später die Daten aus bis zu 1.000 Gebäuden zusammen laufen. Derzeit sind es rund 40 Häuser, die an das Glasfasernetz angeschlossen sind. Die Kabel aus den Technikräumen laufen alle in einer Zentrale im Kölner Westen zusammen.

Es wird scharf geschossen

Im Keller des Wohnhauses herrscht ein geschäftiges Treiben. Zwei Techniker rufen sich auf niederländisch Anweisungen zu. Überall Kabel und Schränke, wohin das Auge blickt. Hier laufen die Glasfasern zusammen und werden zu den einzelnen Wohnhäusern "verlegt" oder, besser gesagt, "geschossen" - mit Luftdruck durch kleine Röhrchen mit einem Durchmesser von nur fünf Millimetern. Zielgenau können die Techniker mit einem speziellen Gerät die gelben Glasfaserkabel so bis zum Kunden bringen und dabei eine Distanz von bis zu einem Kilometer überwinden. Am Zielort wartet ein weiterer Techniker und nimmt das Glasfaserkabel in Empfang. In den Häusern angekommen wird es direkt mit der Hausverkabelung verbunden, neue Kabel müssen nicht verlegt werden.

kabel_einblasen_klein.jpg
So kommt die Glasfaser zum Kunden. Bild: Netcologne
In jedem einzelnen dieser Kabel stecken vier Glasfasern. Bei Bedarf kann auch ein dickeres mit mehr Fasern nachgerüstet werden. "Einer dieser Technikräume ersetzt in etwa 35 der grauen Kästen, wie sie die Telekom an den Straßen aufgestellt hat", sagt Netcologne-Geschäftsführer Werner Hanf stolz. Weiterer Vorteil sei, dass die Technik nicht den schwankenden Witterungsbedingungen draußen ausgesetzt sei und es so zu weniger Ausfällen komme.

80 Prozent der Gebäudeeigentümer im Belgischen Viertel haben laut Netcologne bislang eingewilligt, sich ans CityNetCologne anschließen und das Glasfaserkabel bis ins Haus legen zu lassen. Auf den Hauswirt kommen dabei keine Kosten zu. Die Hauseigentümer zu überzeugen sei aber nicht immer ganz einfach gewesen, sagt Hanf. Vor den betreffenden Häusern entstand schließlich eine kleine Baustelle. "Wir haben uns bemüht, die Unannehmlichkeiten für die Anwohner so gering wie möglich zu halten". Nach einem Tag seien die nötigen Kabel verlegt und die Baustellen meist wieder verschwunden.
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

Handy ohne Vertrag
Zu einem neuen Prepaid-Tarif fehlt meist nur noch das dazu passende neue Prepaid Handy.
Ein Handy ohne Vertrag muss dabei keineswegs teuer sein.
Inzwischen bekommt man ein günstiges Klapphandy oder sogar ein Touchscreen Handy ohne zuviel ausgeben zu müssen.
Kabel
Ein Internet Anschluss über Kabel bei Anbietern wie Unitymedia, früher ish, oder Kabel Deutschland liegt voll im Trend.
Ob Internet Fernsehen oder nur surfen mit Highspeed: Vieles wird erst richtig mit Kabel Internet möglich.
Jetzt bestellen und den Sieger im Speedcheck testen. Einen Kabel Digital Receiver gibt's auf Wunsch dazu.
Mobilfunk Provider
Neben den vier großen Netzbetreibern gibt es zahlreiche Mobilfunk Discounter Angebote - auch Billigmarken der Provider wie beispielsweise Simyo von E-Plus. Den Überblick zu behalten wird immer schwerer.
Dafür haben einige der Anbieter zusätzlich günstige Handys ohne Vertrag, vom Klapphandy bis hin zum Touchscreen Handy, im Angebot.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs