Gefährliche Internetseiten lauern im World Wide Web an allen Ecken und Enden. Auf vielen Websites wird bewusst schädlicher Code installiert, der zum Beispiel Schwachstellen auf Windows-Rechnern ausnutzen soll. Auf nicht entsprechend geschützten PCs installieren sich dann zum Beispiel Trojaner, mit deren Hilfe es Hackern möglich ist, Passwörter auszuspionieren. Laut dem aktuellen
Sophos Security Threat Report stammt mehr als ein drittel solcher Seiten aus den USA, knapp gefolgt von chinesischen Internetseiten. In Deutschland werden derzeit "nur" rund 1,5 Prozent der infizierten Internetseiten gehostet.
Viele Spam-Nachrichten
Trotz eines schärferen gesetzlichen Vorgehens gegen Online-Kriminelle konnten die USA das Spam-Aufkommen im vergangenen Jahr alles in allem kaum verringern. Insgesamt 22 Prozent aller unerwünschten Werbe-E-Mails wurden aus den Vereinigten Staaten verschickt. Auf Platz zwei und drei finden sich China mit einem Anteil von 15,9 Prozent und Südkorea mit einem Anteil von 7,4 Prozent am weltweiten Spam-Aufkommen. Deutschland rangiert in dieser unrühmlichen Rangliste auf Platz neun und war demnach für drei Prozent aller weltweit versendeten Spam-Nachrichten verantwortlich. Nach Sophos-Analysen wurden mehr als 90 Prozent aller Spam-Mails von infizierten Computern, so genannten
Zombie-PCs verschickt.
Für das laufende Jahr gehen die Analysten von Sophos davon aus, dass die Zahl von webbasierten Attacken weiter zunehmen wird. Nach eigenen Angaben entdeckt Sophos im Durchschnitt 5.000 Internetseiten am Tag, auf dem schadhafter Code zu finden ist. Im Gegenzug sei davon auszugehen, dass die Zahl der Schadprogramme, die über E-Mails verschickt werden, weiter abnehme. Im Dezember 2006 verlinkten über 50 Prozent aller infizierten E-Mails auf Internetseiten mit schadhaftem Code, während nur noch 42 Prozent Spyware beinhalteten.
Insgesamt identifizierte Sophos im Jahr 2006 41.536 neue Schadprogramme. Damit erhöhte sich die Zahl der Schadsoftware, vor denen die Sicherheitslösungen des Unternehmens schützen, auf 207.684. Darunter fanden sich im vergangenen Jahr viermal so viele Trojaner wie Windows-Viren und Würmer.