Ab dem 1. Februar wird bei
E-Plus alles anders. Der Düsseldorfer Mobilfunker gab heute bekannt, künftig mit der
Zehnsation auf Kundenfang gehen zu wollen. Mit diesem neuen Tarif sollen E-Plus-Kunden bei zehn Euro Mindestumsatz im Monat für zehn Cent pro Minute in alle Netze telefonieren können. Doch ein Ende des Preiskampfes wird damit noch lange nicht erreicht sein. Vielmehr plant E-Plus auch in weiteren Sparten an der Tarifschraube zu drehen – nach unten versteht sich.
E-Plus will Preise treiben
Thorsten Dirks, der die E-Plus Geschäftsführung nach dem
Rücktritt von Michael Krammer zumindest vorübergehend übernommen hat, machte heute in Düsseldorf deutlich, dass E-Plus auch künftig als Preistreiber am Markt aktiv bleibe. "Wir wollen Kunden vom Wettbewerb und vom Festnetz. Punkt", zeigte sich Dirks kämpferisch. Fast schon aggressiv schob er hinterher, dass es Ziel von E-Plus sei, dass der Markt "uns kopiert" und nicht umgekehrt.
Die Zehnsation stelle eine Revolution auf dem deutschen Mobilfunkmarkt dar und sorge für Transparenz auf der Mobilfunkrechnung. "Wir machen Schluss mit Fremdnetzen. Wir machen Schluss mit der Ausgrenzung", so Dirks in Anspielung auf den einheitlichen Minutenpreis von zehn Cent, der für alle nationalen Verbindungen berechnet wird. Die zehn Cent sollen dabei einen Signalpreis für den Markt darstellen. Das Teuer-Image des Mobilfunks müsse der Vergangenheit angehören. "Die Kunden sollen aufhören mit dem Festnetz zu telefonieren; sie sollen mit uns telefonieren", so Dirks bei der Zehnsation-Präsentation.
Netzausbau wird fortgesetzt
Um möglichen Netzproblemen entgegenzuwirken wird E-Plus in den kommenden Monaten nach eigenen Angaben viel Geld in das eigene Netz investieren. Nicht nur die Abdeckung solle dabei vergrößert, sondern auch die Kapazität erweitert werden. Seit Mitte 2005 habe sich die Anzahl der über das E-Plus-Netz vermittelten Gesprächsminuten verdoppelt.
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