Von Niederschlägen sollte man sich nicht abschrecken lassen. Dass dieser Erkenntnis etwas Wahres abzugewinnen ist, erlebt in diesen Tagen auch der Chef der niederländischen Versandapotheke DocMorris, Ralf Däinghaus. Erst
scheiterte er im Saarland mit einer eigens aufgebauten Filiale, jetzt möchte er mit etablierten Apothekern kooperieren und kann sich vor Bewerbern kaum retten.
Viele Interessenten
Anfang Januar wurde bekannt, dass in drei bis fünf Jahren eine
Shop-Kette aus 500 Apotheken aufgebaut werden soll. Und das scheint durchaus machbar. "Die Apotheker rennen uns die Bude ein", sagte Däinghaus der
WirtschaftsWoche. Bereits mehr als 250 Apotheken hätten sich für eine Markenpartnerschaft beworben und täglich kommen mehr als 20 weitere Interessenten hinzu.
Ehrgeizige Ziele
Weiter heißt es, dass die Apotheken bei der Bevölkerung gut ankommen. Die ersten zwei DocMorris-Apotheken in St. Wendel und Flensburg registrierten seit dem Start der Kooperation drei- bis viermal so viele Kunden wie früher. Demnächst soll eine weitere Apotheke in Süddeutschland hinzukommen. "Spätestens bis Ende März", so Däinghaus, "wollen wir auch in der ersten deutschen Großstadt präsent sein. Das geht jetzt Schlag auf Schlag."
Bis Jahresende hofft er "mindestens 100 Apotheken" als Partner zu gewinnen. Im vergangenen Jahr steigerte DocMorris den Umsatz um 26 Millionen Euro auf 178 Millionen Euro.
Hayo Lücke