Montag, den 15.01.2007 13:14

Setzt sich die Zahlung per Handy doch durch?

aus dem Bereich Mobilfunk
Seit Jahren bringen Zahlungsanbieter neue Bezahlmethoden für das Handy (M-Payment) auf den Markt. Auch wenn kleine Erfolge verzeichnet werden konnten, so blieb der große Boom bislang aus. Dies könnte sich in Zukunft ändern: Laut des aktuellen Trendbarometers des eco Verbands der deutschen Internetwirtschaft wird sich der M-Payment-Markt künftig doch noch zu einem Milliardengeschäft entwickeln.

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Wachstum in fast allen Bereichen

Dies bejahen zumindest gut zwei Drittel der 54 Experten, die im Rahmen einer empirischen Erhebung befragt wurden. Im Jahre 2002 glaubten nur 51 Prozent an den großen Durchbruch der mobilen Zahlung. "Wir sehen in dieser Entwicklung ein deutliches Zeichen dafür, dass es auch außerhalb von digitalen Diensten via Premium SMS tragfähige Geschäftsmodelle für M-Payment gibt", sagt Bettina Horster, Leiterin des Arbeitskreises M-Commerce bei eco.

Die Verbraucher dürfen sich laut Horster darauf einstellen, dass mobile Zahlungsmethoden mehr oder weniger in allen Lebensbereichen an Gewicht gewinnen werden. So denken 78 Prozent der Befragten, dass mobile Zahlungsmethoden künftig auch im E-Commerce zulegen. Noch rosiger sehen die Prognosen für die Bezahlung an Automaten aus: Hundert Prozent glauben an den Kauf von Tickets oder Zigaretten per Handy. Im Jahr 2004 waren dies nur 86 Prozent. Auch im stationären Handel stieg die Akzeptanz von 34 Prozent im Jahr 2004 auf 59 Prozent in der aktuellen Umfrage. Nur wenige Veränderungen gab es hingegen beim nicht-stationären Handel (z.B. Taxi) und Consumer-To-Consumer (z.B. Geldtransfer).

Kreditinstitute als treibende Kraft

Auf die Frage, wer eine Schlüsselrolle bei der erfolgreichen Etablierung von M-Payment-Diensten spiele, waren sich die Befragten weitgehend einig: 95 Prozent sehen die Kreditinstitute in der Verantwortung, gefolgt von den Netzbetreibern mit 80 Prozent. 74 Prozent stimmten für die unabhängigen Kreditkartenorganisationen und 72 Prozent für unabhängige Payment-Dienstleister (Mehrfachnennungen waren erlaubt).
Saskia Brintrup
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