
"The Elder Scrolls 4: Oblivion" war, neben Gothic 3, einer der meist erwarteten Spieletitel des vergangenen Jahres. Als die Entwickler von Bethesda das 3D-Rollenspiel im vergangenen Sommer veröffentlichten, sorgten sie unter den Gamern gleichfalls für Jubelschreie, wie auch für laute Kritik. Besonders die bombastische Grafik überzeugte, doch die vielen Fehler und die auf Dauer langweilige Hauptquest sorgten schnell wieder für Ernüchterung. Einen ersten Patch haben die Entwickler mittlerweile veröffentlicht, der bei weitem aber noch nicht alle Lücken schließt. Auf einen zweiten Patch wartet die Fangemeinde bis heute, denn die Entwickler hatten zunächst andere Pläne.
Mini-Erweiterungen
Bethesda brachte eine Erweiterung für Oblivion auf den Markt, die eigentlich aber nur eine Sammlung kleinerer "Features" ist. Wer auf lange neue Abenteuer und weitläufige neue Orte hofft, wie bei den Morrowind-Erweiterungen "Bloodmoon" und "Tribunal", wird sehr schnell enttäuscht sein. Die Erweiterung setzt sich aus insgesamt acht Mini-Erweiterungen zusammen, die auch über das Internet für rund zwei Dollar zum Download
angeboten werden. Nur der umfangreichste und aktuellste Zusatz "Knights of the Nine" ist etwas teurer.
Onlinekosten.de hat sich nach Cyrodiil begeben und die "Oblivion Knights of the Nine" getestet. Wer sich die Erweiterung zulegen möchte, benötigt das Game "The Elder Scrolls 4: Oblivion" und muss das Spiel mit dem ersten Patch versehen, der auf der Erweiterungs-DVD mitgeliefert wird. Die acht zusätzlichen Inhalte können von der DVD im zweiten Schritt einzeln installiert werden. Im Detail setzt sich die Erweiterung aus folgenden Komponenten zusammen: "Turm des Zauberers" (Wizard's Tower), "Das unscheinbare Lager" (Vile Lair), "Diebesversteck" (Thieves Den), "Menrunes Schneide" (Menrunes' Razor), "Pferderüstung" (Horse Armor), "Das Planetenmodell" (The Orrery), "Zauberbücher" (Spell Tomes) und "Ritter der Neun" (Knights of the Nine).


Sind die Erweiterungen installiert, so erhält der Spieler nach dem Laden seines aktuellen Spielstands neue Mitteilungen über die zusätzlichen Aufgaben. Beim "Turm des Zauberers" erbt unser Held von einem verstorbenen Magier einen alten heruntergekommenen Turm, der sich mit ein bisschen Gold zu einem wahren Prachtexemplar ausstatten lässt. Kaum erhält unser Held die Nachricht, über die Erbschaft, wird die Lage des Turms auch schon auf der Karte markiert. Ein Händler in der Nähe des Turms verkauft alle nötigen Einrichtungsgegenstände: Es winken unter anderem eine eigene Bibliothek und ein Kräutergarten - gegen saftige Bezahlung natürlich. Praktisch: Oben auf dem Dach befindet sich ein Teleporter, der die schnelle Reise zu allen Magiergilden und Akademien des Landes ermöglicht.