Nur noch wenige Stunden bis zum Jahreswechsel, da wird es Zeit, die Blicke nicht nur nach vorn zu richten, sondern auch zurück zu schauen. Zurück auf die Entwicklungen während der letzten zwölf Monate auf dem Mobilfunkmarkt. Dabei ist der Trend klar: weg von Minutenpreisen und -paketen hin zu Flatrates. Das gilt sowohl für Sprach- als auch für Datenverbindungen.
Zum
Pauschalpreis mit dem
Handy telefonieren:
E-Plus hat mit seiner Flatrate-Marke
Base bereits im August 2005 den Weg zu neuen Tarifstrukturen im deutschen Mobilfunkgeschäft geebnet. Heute, Ende 2006, haben auch T-Mobile,
Vodafone und o2 eine Mobilfunk-Flatrate im Angebot. Dabei ist zu beachten, dass alle Flatrates auf Gespräche in das deutsche Festnetz und netzinterne Telefonate beschränkt sind. Aufgrund der hohen Terminierungsentgelte, die pro Minute anfallen, wenn ein Gespräch von einem in ein anderes Netz überstellt wird, sind Pauschaltarife für wirklich alle nationalen Verbindungen leider kaum bis gar nicht kalkulierbar.
Flatrates bei Datentarifen
Zusehends beliebter wird auch die mobile Internetnutzung. Immer häufiger greifen Kunden der Mobilfunk-Anbieter mit dem Handy oder einer Notebook-Datenkarte auf das World Wide Web zu, müssen sich aber nach wie vor über vergleichsweise hohe Kosten ärgern. Aber auch in diesem Segment kommen immer häufiger Flatrates zum Zuge. Meistens sind es aber gar keine echten Pauschaltarife. Unbegrenzte Datenmengen können nämlich nur bei E-Plus und Base zu monatlichen Preisen in Höhe von 39,95 Euro beziehungsweise 25 Euro übertragen werden. Bei Base aber nur unter der Voraussetzung, dass auch eine Sprachflatrate abgeschlossen wird.
Die dieses Jahr von T-Mobile, Vodafone und o2 eingeführten "Flatrates" sind hingegen nicht mehr als Volumentarife. Monatlich dürfen Kunden fünf Gigabyte an Daten übertragen, dann tickt der Gebührenzähler. Immerhin haben die Netzbetreiber eine "Fair-Use"-Regelung gefunden. Das heißt, es werden erst Extrakosten fällig, wenn im dritten aufeinander folgenden Monat mehr als fünf Gigabyte Traffic verursacht wurde. Preislich sind die Fair-Use-Flatrates nicht gerade attraktiv. o2 verlangt 47,60 Euro, T-Mobile 50 Euro, Vodafone 50,58 Euro. Doch auch hier könnte bald Bewegung in den Markt kommen, denn wie aus Branchenkreisen zu vernehmen ist, will E-Plus eine Fair-Use-Flatrate für 30 Euro anbieten. Das setzt die Konkurrenz natürlich unter Druck.