Die Beschäftigten des krisengeschüttelten Konzerns BenQ Mobile dürfen sich Hoffnung auf einen Erhalt ihrer Arbeitsplätze machen. Die
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung (NRZ) berichtet unter Berufung auf den Betriebsrat, dass es zwei ernsthafte Interessen für eine Übernahme gebe.
"Zumindest einer der beiden Interessenten wird definitiv am 2. Januar ein Angebot vorlegen", sagte Michael Leucker, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates von BenQ Mobile, der NRZ unmittelbar nach einem Telefonat mit einem potenziellen Investor. Bei beiden Interessenten handele es sch um deutsche Unternehmen, die auch in den USA vertreten seien, so Leucker.
Kein nahtloser Übergang
Der ursprünglichen Idee, mit einem neuen Investor einen nahtlosen Firmenübergang hinzubekommen, räumt man jedoch wenig bis keine Chancen ein. Bei dieser Variante übernähme der Aufkäufer nicht nur die Werkshallen und Maschinen, sondern auch kostspielige soziale Verpflichtungen wie zum Beispiel Abfindungszahlungen. Der zuständige Insolvenzverwalter habe bereits durchblicken lassen, dass diese Lösung zu kostspielig sei.
Alternativ wird nun der Übergang von Beschäftigten in eine Transfergesellschaft in Erwägung gezogen. Die Fertigungsanlagen könnte dann ein neuer Eigner übernehmen und damit möglicherweise eine nennenswerte Zahl an Arbeitnehmern an ihrer alten Arbeitsstelle neu einstellen. "Einer der Investoren will das", so Leucker zur NRZ.