Der iPod zählt weltweit zu den beliebtesten und meist verkauften
MP3-Playern. Das Konzept und das Design des Geräte sprechen viele Anwender an. In zahlreichen Tests hat der MP3-Player bereits seine guten Audio-Qualitäten unter Beweis gestellt, trotzdem hat das Gerät einen Nachteil: Apple hat bei diesem Konzept keinen digitalen Ausgang vorgesehen, was für Musikliebhaber mit einem feinen Gehör ein Dorn im Auge ist.
Analoge Umwandlung
Die Musikwiedergabe erfolgt beim iPod also generell in analoger Form. Das digital vorliegende Material wird im Gerät durch einen so genannten Digital-Analog-Converter (DAC) umgewandelt, bevor es das Gerät verlässt. Dadurch gab es für Audiophile keine Möglichkeit das Audiosignal digital an eine HiFi-Anlage weiterzuleiten, um Hörgenuss auf höchsten Niveau zu erleben.
Durch die Verwendung des internen DACs konnte bislang auch keine Docking-Station entwickelt werden, die dem iPod nachträglich einen optischen oder koaxialen Audioausgang spendierte. Die Wiedergabe-Qualität des iPods konnte bisher also nie CD-Qualität erreichen.
Digital durch Bypass

Die Firma
MSB Technology bietet seit kurzem eine Lösung für dieses Problem an. Mit dem iLink, nicht mit Firewire zu verwechseln, gibt es nun eine Docking-Station, die dem iPod einen digitalen Ausgang spendiert. Ganz so einfach ist die Sache aber doch nicht, denn am Gerät müssen einige Änderungen vorgenommen werden. Durch einen kleinen Bypass wird das Signal vor dem Konverter abgefangen und zum digitalen Ausgang umgeleitet. Für die neue Docking-Station mit Fernbedienung und den Umbau verlangt MSB Technology mit 1.995 US-Dollar aber sehr viel Geld. Der Umbau eines weiteren iPods kostet dagegen nur 99 US-Dollar. Für den iPod Video sind mindestens 2.249 US-Dollar erforderlich.
Nam Kha Pham