Ab jetzt heißt es in Mainz wieder: "Wer bietet mehr". Es geht um die Frequenzen für den breitbandigen, drahtlosen Netzzugang – Broadband Wireless Access (BWA) – die für
WiMAX benötigt werden. Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, gab jetzt den Startschuss für die Versteigerung der Frequenzen im 3,5 Gigahertz-Bereich. Der Regulierer verspricht sich von der neuen Übertragungstechnik neue interessante Telekommunikationsprodukte, aber auch zusätzlichen Wettbewerb im Breitbandmarkt.
Sechs Bieter im Rennen
Endlich sind auch die Namen der
sechs Unternehmen bekannt, die sich um die Zulassung zur Versteigerung beworben haben. Es handelt sich um Clearwire Europe S.á.r.l. aus Luxemburg, die
Deutsche Breitbanddienste GmbH aus Heidelberg, die Oldenburger
EWE TEL GmbH, die Inquam Broadband GmbH aus Köln, die Italienische MGM Productions Group S.R.L. sowie die
Televersa Online GmbH aus Töging am Inn. Mit WiMAX sollen insbesondere bisher nicht ausreichend versorgte Gebiete in den Genuss von Breitband-Internet kommen.
Mit Versorgungsverpflichtung
"Das regulatorische Ziel, die Breitbandversorgung zu verbessern, soll durch eine mit der Frequenzvergabe verbundene Versorgungsverpflichtung erreicht werden", so Kurth. "Bis 2009 ist in 15 Prozent und bis 2011 in 25 Prozent aller Gemeinden einer Versteigerungsregion zumindest eine Grundversorgung sicherzustellen", sagt Kurth weiter. Nicht die Mehrung der Staatseinnahmen sei das Ziel der Frequenz-Versteigerung, vielmehr solle in einem offenen, transparenten und diskriminierungsfreien Verfahren festgestellt werden, welche Bewerber am besten geeignet seien, die knappen Frequenzen effizient zu nutzen.
Es wurden 28 Regionen für die Versteigerung im Bundesgebiet gebildet, die in einer offenen, simultanen, mehrstufigen Auktion an den Mann kommen sollen. Für jede Bietrunde sind zunächst 120 Minuten vorgesehen, anschließend erfahren Bieter und Öffentlichkeit, wer in welcher Region für welches Frequenzpaket das Höchstgebot abgegeben hat. In jeder Region stehen vier Frequenzpakete zur Versteigerung an, wobei jeder Bieter in einer Region nur eines ersteigern kann. Wer die Versteigerung verfolgen möchte, kann dies auf der eigens dafür eingerichteten
Website tun.