Montag, 11.12.2006 13:31

Test: Nintendos "Wii"-Konsole macht Spaß

aus dem Bereich Computer
Erwartungsgemäß war in Europa der Ansturm auf Nintendos neue Spielkonsole "Wii" groß. In Frankreich waren in der Nacht von Donnerstag auf Freitag die Filialen von Fnac und Virgin Megastore auf der Champs-Élysées extra für das Spektakel geöffnet. Auch hierzulande waren die ersten Geräte binnen weniger Stunden vergriffen.

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Maximal 100 pro Filiale

Über die genauen Verkaufszahlen in Europa gibt es derzeit noch keine offiziellen Angaben. Viele Elektrofachmärkte verfügten aber über nicht mehr als 100 Exemplare. Eine Angestellte des Krefelder Media Marktes sagte, dass bereits gegen sechs Uhr morgens die ersten Kaufinteressenten vor der Filiale warteten.

Beim Einlass kam es zwar zu einem kleineren Gerangel, Zustände wie beim Verkaufsstart der Playstation 3 in USA herrschten aber nicht. Auch in den Einkaufshäusern Karstadt und Kaufhof waren die Geräte nach wenigen Stunden ausverkauft. Aber keine Sorge – am 15. Dezember erwarten die Händler eine neue Lieferung mit deutlich mehr Geräten. Trotzdem sollten Kaufinteressenten ein Gerät vorbestellen, um ganz sicher zu gehen.

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Neues Konzept bei der Steuerung

Im Gegensatz zur Xbox 360 und der Playstation 3, setzt Nintendo mit der "Wii" nicht auf Leistung und eine atemberaubende Grafik, sondern in erster Linie auf ein völlig neues Steuerungskonzept. Während die Konkurrenz-Modelle ausschließlich mit einem Gamepad bedient werden, können "Wii"-Spieler die Konsole mit dem "Wiimote" steuern. Es handelt sich dabei um eine Fernbedienung, die über Beschleunigungs- und Bewegungssensoren verfügt. Dadurch können beim Tennis- oder beim Golf-Spielen die Stärke des Schlages registriert und im Spiel umgesetzt werden. Über den so genannten "Sensor Bar", der wahlweise unter oder über dem Fernseher aufgestellt wird, kann die relative Position der Fernbedienung zum Wiedergabe-Gerät registriert werden. Dadurch ist es möglich, Objekte auf dem Fernseher direkt anzuvisieren – Anwender können direkt auf Symbole beziehungsweise Objekte zeigen. Erschütterungen werden in Form von Vibrationen wiedergeben, was auch bei einigen anderen Konsolen der Fall ist.

Im ersten Test konnten wir uns von der neuen Steuerung überzeugen. Zwar dauerte die Eingewöhnung ein paar Minuten, danach ist die Bedienung aber kinderleicht. Einfach mit der "Wiimote" auf das Objekt zeigen und mit "A"-Taste bestätigen. Viel Spaß machen die mitgelieferten Sportspiele. Beim Tennis-Spielen kann etwa die Fernbedienung wie bei einem richtigen Tennisschläger gehalten werden. Hebt man den Arm und schlägt von oben nach unten, dann wird das im Spiel als Überkopfschlag registriert. Holt man dagegen von hinten nach vorne aus, dann folgt ein Vorhandschlag. Wechselt man mit der Hand zur anderen Seite und holt rückwärts aus, dann wir daraus ein Rückhandschlag. Je schneller dabei geschlagen wird, desto stärker wird auch der Schlag im Spiel. Die Bedienung war teilweise so realistisch, dass die Spieler im Raum hin und her gelaufen sind. Das ist aber nicht notwendig, da die Spielfiguren beim Tennis automatisch in die Richtung des Balles laufen und der Spieler sich nur auf das Schlagen konzentrieren muss.
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