Der Software-Riese Microsoft hat heute die neuen Versionen seiner marktbeherrschenden Programme Windows und Office vorgestellt. In New York präsentierte Firmenchef Steve Ballmer die Programme "Windows Vista" und "Office 2007", mit denen Microsoft seine Dominanz auf dem Weltmarkt verteidigen will.
Er hoffe bis Ende kommenden Jahres weltweit auf 200 Millionen Nutzer, sagte Ballmer. Die neuen Microsoft-Programme werden zunächst nur an Firmenkunden verkauft. Interessierte Verbraucher müssen bis Ende Januar warten. Für Microsoft steht bei der neuen Produktoffensive viel auf dem Spiel: Konkurrenten kämpfen zum Teil mit kostenlosen Angeboten um Marktanteile.
Windows ist weltweit auf mehr als 90 Prozent aller Rechner installiert, häufig zusammen mit Office, das aus den Komponenten Word für die Textverarbeitung, Outlook für E-Mails, Excel für Tabellen und Powerpoint für Präsentationen besteht. Die Vormachtstellung ist nicht mehr unangefochten. Der Suchmaschinenbetreiber Google etwa rückt dem Konkurrenten zunehmend zu Leibe - indem er etwa im Internet kostenlos Programme für Textverarbeitung und Tabellen anbietet. Zugleich wird das Linux-Betriebssystem, das in offener Zusammenarbeit von Software-Experten rund um den Globus fortentwickelt und kostenlos angeboten wird, von immer mehr Firmen und Behörden als Alternative zu Windows entdeckt.
Für die Entwicklung des neuen Betriebssystems Vista hat sich Microsoft fünf Jahre Zeit gelassen - soviel wie noch nie zwischen zwei Fassungen dieses Programms. Einen erheblichen Teil des Aufwands steckten die Ingenieure in den Sicherheitsmantel gegen Angriffe aus dem Internet - Vista soll deutlich resistenter gegen Viren und Würmer sein als die Vorgängerversion XP. Auch soll das neue System visuell ansprechender und leichter bedienbar sein. Ballmer sprach bei der Vorstellung von "einer neuen Welle der Innovation, die in der nächsten Dekade tief reichende Auswirkungen haben wird".
Hayo Lücke
/ afp