Nach der
Pleite seiner deutschen Handy-Tochter baut der taiwanische Elektronikkonzern BenQ auch im Mutterhaus hunderte Stellen ab.
Weitere Entlassungen
Bis zum Jahresende sollten rund 400 Mitarbeiter der Handy-Fabrik im chinesischen Schanghai entlassen werden, teilte der Konzern mit. Das ist rund die Hälfte der dort Beschäftigten. Ein entsprechender Plan solle noch in dieser Woche in Kraft treten. BenQ hatte im September die Insolvenz seiner deutschen Handy-Tochter BenQ Mobile verkündet, der früheren Handy-Sparte von Siemens, die BenQ nur rund ein Jahr zuvor gekauft hatte.
Dem Großteil der rund 3000 Beschäftigten von BenQ in Deutschland droht der Verlust ihrer Jobs. Der BenQ-Konzern, der auch Flachbild-Fernseher, Scanner und CD-ROM-Laufwerke herstellt, hat Schwierigkeiten, sich auf dem Handymarkt zu etablieren. Dort liegt er weiter hinter den Branchenführern Nokia, Motorola und Samsung. BenQ überprüft deshalb derzeit auch seine Handy-Aktivitäten in anderen Ländern.
Hayo Lücke
/ afp