VoIP auf dem Handy-Display – ob per WLAN oder
UMTS
, die Marktbeobachter sehen für die mobile Internet-Telefonie gute
Zukunftsaussichten. Die Münchener
eteleon GmbH reagierte als eine der Ersten auf diesen Trend und koppelt einen VoIP-Anschluss an einen Handyvertrag. Für die Nutzung gibt es die
Nokia E-Serie subventioniert hinzu. Jetzt soll es bald möglich sein, Gespräche vom WLAN- ins GSM-Netz ohne Unterbrechung zu übergeben.
Kooperation für Nahtlosigkeit
Möglich macht das eine Kooperation mit der Firma Comdasys AG, die Speziallösungen zur Verfügung stellt, um den Übergang zwischen den beiden Netzen zu gewährleisten. Dabei handelt es sich um eine Operator-unabhängige Software, die auf dem Endgerät des Kunden installiert werden muss. Dieser Vorgang sei aber nicht komplizierter, als ein Handy-Spiel zu installieren, teilt ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von onlinekosten.de mit. Das Programm prognostiziert dann, wann der Empfang im WLAN-Netz zu schwach wird und leitet das Telefonat automatisch ins GSM-Netz um, ohne dass der Nutzer etwas davon merken soll. Neukunden werden die Lösung zukünftig auf ihrem Gerät vorinstalliert finden.
Von jedem Hotspot möglich
Die Übergabe von WLAN an GSM soll bei jedem Hotspot funktionieren. Von GSM zu WLAN ist sie nur realisierbar, wenn das Gerät schon mal im entsprechenden Hotspot registriert war und die Zugangsdaten bereits gespeichert hat, um sich automatisch einloggen zu können. Auch hierfür sei aber eine Lösung in Planung: Mit einer integrierten Hotspot-Datenbank soll auch dieser Vorgang automatisiert werden, so der eteleon-Sprecher weiter. Bislang funktioniert die Software für Nokia-Geräte. Der Handyclient hat aber noch keinen Freigabestatus erreicht, die Zertifizierung durch Nokia steht noch aus. Der Handyhersteller muss die Lösung freigeben, damit sie problemlos auf jedem Nokia-Handy installiert werden kann und auch darf.
Aleksandra Leon