Will man eine Karte mit niedrigem Stromverbrauch, muss man gleichzeitig jedoch alle Topmodelle von der Einkaufsliste streichen: Flaggschiffe wie Nivdias 7900 GTX verbrauchen bei 3D-Spielen bis zu 120 Watt – das entspricht in etwa dem Stromhunger von zwei gewöhnlichen Glühbirnen. Einen
guten Kompromiss bieten Mittelklasse-Karten wie ATIs Radeon X1650 XT, die sich mit rund 40 Watt begnügt. Einsteigerkarten wie ATIs Radeon X1300 brauchen mit etwa 30 Watt im Bezug auf die niedrigere Rechenleistung (Watt/Frames) nicht viel weniger.
Die Klassenbesten
Welche Grafikkarte man letztendlich wählt, hängt neben dem Geldbeutel auch von der Ausstattung des eigenen PCs ab. Top Grafikkarten lohnen sich nur, wenn auch Prozessor und Arbeitsspeicher auf aktuellem Stand sind. Für Chips wie die 7900 GTX oder die Radeon 1900 XTX muss zwar nicht zwingend ein Dual-Core-Prozessor vorhanden sein; doch ein wirklich altes Pentium-4-System wird auch mit Top-Grafikkarte keinen riesigen Leistungssprung machen. Die Spitzenmodelle lohnen sich aber auch für neueste Dual-Core-Systeme kaum: Der hohe Preis ist aufgrund der geringfügig höheren Performance gegenüber den abgespeckten Modellen nicht gerechtfertigt.

Ein gute Grafik-Leistung, die den Geld-Beutel nicht zu sehr belastet bieten in der Oberklasse insbesondere Nvidias 7900 GT (rund 250 Euro) und die etwas langsamere ATI X1950 Pro (rund 200 Euro). In der Mittelklasse greift der Sparfuchs zur alten X800 GTO, die sich in der GTO²-Ausführung sogar noch auf eine X800 XT beschleunigen lässt. Für Nvidia-Fans lohnt ein Blick auf die GeForce 6800 GS. Wer unter 100 Euro ausgeben möchte, der wird vielleicht mit der alten X800 GT glücklich. Oder aber mit der neuen X1300 XT, die für rund 80 Euro zu haben ist.
Klaus Wiesen