Die führenden Grafikchip-Hersteller ATI und Nvidia sorgen nicht nur für eine außerordentliche 3D-Leistung bei aktuellen PCs, sondern zeigen sich auch bei der Namensgebung ihrer Produkte außerordentlich kreativ: Kürzel wie XL, XT, Pro, LE oder GT stiften dabei Verwirrung im ohnehin wenig überschaubaren Grafikkarten-Markt.
Unlogische Anhängsel
ATI und Nvidia liefern sich ein Rennen um die Marktführung bei Grafikchips und werfen fast jeden Monat ein neues Modell auf den Markt. Welche Karte zu den eigenen Ansprüchen passt, lässt sich dabei durch die vielen Modelle schwer abschätzen. Dabei ist die grobe Einteilung der Chip-Hersteller eigentlich simpel: Bei ATI steht die Ziffernfolge X1300 für Karten im Billig-Segment, X1600 für Karten in der Mittelklasse und X1900 deutet auf eine High-End-Modell hin. Ähnlich bei Nvidia: Einsteigerkarten heißen 7300 und Mitteklasse-Grafik wird durch die Nummer 7600 verdeutlicht. Die Topmodelle bezeichnet Nvidia mit Nummern ab 7900. Außerdem kommt bei Nvidia noch die kürzlich erschienene 8800er Serie hinzu, die zwei weitere Topmodelle umfasst.

Doch leider bleibt es dabei nicht. In der jeweiligen Klasse gibt es immer mehrere Modelle, die sich in der Performance teils deutlich unterscheiden können. Kenntlich gemacht wird das durch wenig aussagekräftige Kürzel, die an die Klassenbezeichnung angehängt sind. So arbeitet etwa eine Radeon X1600 XT deutlich schneller als eine Radeon X1600 Pro.
Kürzel-Chaos
Dabei nutzen Nvidia und ATI teils die gleichen Kürzel für unterschiedliche Aussagen: "GT" beschreibt bei Nvidia, dass ein Grafikchip in der jeweiligen Leistungsklasse recht flott unterwegs ist; ATI weist mit der Bezeichnung "GT" hingegen auf langsamere Exemplare hin. Zusätzlich finden sich Chips der alten Generation im Handel, die sich in der Mittel- und Einsteigerklasse tummeln: Sie haben komplett andere Bezeichnungen und machen das Chaos perfekt.