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Nun ist der 43-jährige René Obermann zum neuen Telekom-Chef ernannt worden, nachdem der Ex-Monopolist mit drastisch sinkenden Kundenzahlen im Festnetzgeschäft enttäuschte. Obermann gilt als Problemlöser und enger Vertrauter Rickes. Zwei Mal trat Obermann bereits in Rickes Fußstapfen und übernahm seine Position auf dem stetigem Weg nach oben. Heute soll es ein drittes Mal geschehen.
Erfolgreicher Jungunternehmer
Obermann ist ein gebürtiger Düsseldorfer und bewegte sich Zeit seines Lebens vorwiegend zwischen Düsseldorf, Münster und Bonn. Mit einer Ausnahme: Als 21-Jähriger geht er in die Ausbildung zum Industriekaufmann bei der BMW AG in München. Seine Liebe für schnelle Autos und Motorräder hält bis heute. Nach seiner Ausbildung kehrt er München wieder den Rücken und beginnt in Münster ein Studium der Volkswirtschaft.
Dass Obermann ein Unternehmer durch und durch ist, zeigt sich bereits während seines Studiums. Schon nach dem ersten Semester hält es den 23-Jährigen nicht mehr im Hörsaal. Er kehrt der Hochschule den Rücken, um mit seiner eigenen Firma auf dem Telekommunikationsmarkt durchzustarten. Obermann gründet in Münster die "ABC Telekom", kauft sich einen gebrauchten BWM, fährt durch Münster, klopft an die Haustüren und verkauft Anrufbeantworter und Faxgeräte. Doch die Zeit des Klinkenputzens zieht sich nicht lange hin: Das Geschäft läuft mehr als gut. Nach fünf Jahren erwirtschaftet das Unternehmen Jahresumsätze von mehr als 20 Millionen Mark, hat mehrere Niederlassungen und rund 50 Mitarbeiter.


