Microsoft-Gründer Bill Gates hält das weltweit dominierende Suchmaschinen-Unternehmen Google für überbewertet. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin
Focus sagte Gates: "Es gibt eine Tendenz zu glauben, dass eine junge Firma, die die Antwort auf eine Frage hat, auch über Antworten zu allen Problemen verfügt. Das ist natürlich Unsinn." Trotz dieser Einschätzung hält Gates Google für "phantastisch": "Google ist natürlich ein sehr bedeutender Wettbewerber. Die sind phantastisch, wir sind aber auch phantastisch."
Microsoft hat gepennt
Der Microsoft-Gründer ärgert sich über seinen Fehler, das Geschäft mit Suchmaschinen zu lange ignoriert zu haben: "Wir haben das Potenzial von anzeigenfinanzierter Suche wirklich unterschätzt. Das war ein Fehler. Ich wünschte, ich oder die Firma hätten das früher erkannt", sagte er dem Magazin.
Selbstkritisch äußerte sich Gates auch über den verspäteten Start des eigenen MP3-Players
Zune, der erst jetzt, Jahre nach dem iPod, auf den Markt kommt: "Wir haben uns zu lange auf Partner verlassen, die schon vor Apple MP3-Player auf dem Markt hatten. Das funktionierte jedoch nur bedingt. Als wir das einsahen, entschieden wir uns für die Entwicklung von Zune."