Die erste Zwischenstation bei der
Wimax-Frequenzversteigerung ist erreicht. Pünktlich am vergangenen Mittwoch um 24 Uhr endete die Bewerbungsfrist für Unternehmen, die sich an der Versteigerung beteiligen wollen. Wie der Regulierer heute bekannt gab, haben sich sechs Unternehmen um eine Zulassung beworben.
Wimax in ganz Deutschland
Darunter seien drei Unternehmen, die drahtlose Breitbandzugänge über
Wimax in der gesamten Bundesrepublik realisieren wollen. Die anderen drei Unternehmen planen laut Bundesnetzagentur eine regionale Vermarktung von Breitbandanschlüssen und haben die Zulassung nur für die entsprechenden Gebiete beantragt. Wer jedoch die Bewerber konkret sind, hat der Regulierer bislang nicht verraten. Bereits im kommenden Monat will die Bundesnetzagentur die Frequenzen für drahtlose Breitband-Zugänge
unter den Hammer bringen.
BREKO kritisiert und T-Com bietet nicht mit
Doch das Vergabeverfahren stieß in der Vergangenheit wiederholt auf
Kritik: Als "untauglich" bezeichnete der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) jüngst die Aufteilung der einzelnen Regionen. Bei dem überdimensionierten Gebietszuschnitt sei zu erwarten, dass viele Unternehmen ihre ursprünglich angekündigte Bewerbung zurückziehen werden, sagte BREKO-Chef Rainer Lüddemann. Der BREKO hatte ursprünglich vorgeschlagen, der Versteigerung nicht 28 Regionen zugrunde zu legen, sondern die Landkreisgrenzen zu nehmen und so deutlich kleinere Strukturen zu schaffen.
Am 3. November gab zudem die T-Com
offiziell bekannt, sich nicht an der Versteigerung beteiligen zu wollen. Als Grund führte das Unternehmen unter anderem die geänderten Auktionsbedingungen an, die den Erwerb von flächendeckenden Frequenzen erschweren würden.