Während
Lufthansa die eigenen Passagiere nicht durch
Handy-Gebimmel an Bord der eigenen Maschinen belästigen will, geht Wettbewerber
Emirates in die Offensive. Die Airline plant eine Boeing 777 ab Januar technisch dahingehend aufzurüsten, dass auch während des Fluges an Bord mit dem Handy telefoniert werden kann. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel".
Ein teures Projekt
Sukzessive solle im Laufe der folgenden Monate die gesamte Flotte mit der Mobilfunktechnik ausgestattet werden. Die Umrüstungen kosten Emirates 27 Millionen US-Dollar (rund 21 Millionen Euro). Bei der Realisierung arbeite die Fluggesellschaft mit dem britischen Kommunikationstechnik-Anbieter AeroMobile zusammen. Das eingesetzte System sei so eingerichtet, dass Handys nur auf minimale Leistungsstufe betrieben werden und die Navigations- und Kommunikationssysteme des Flugzeugs nicht stören können.
Genehmigungen müssen her
Während der Start- und Landephase bleibt die Nutzung der Handys auch zukünftig verboten. Wie es heißt, sei nur eine Nutzung in Reiseflughöhe und höchstens fünf- oder sechsmal während eines Fluges gestattet. Die Kosten entsprächen denen normaler Roaming-Gespräche, Emirates behält sich das Recht vor, das System zum Beispiel nachts zu deaktivieren.
Um den Dienst anbieten zu können, bedarf es zuvor noch der Genehmigung der lokalen Flugsicherheitsbehörden. Emirates plane, die eigenen Passagiere in Zukunft auch mit dem Notebook auf das Internet zugreifen zu lassen, berichtet der "Spiegel" weiter. Dann sollen auch GPRS-Verbindungen an Bord möglich sein.
Hayo Lücke