Das Problem und die daraus resultierende Gefahr durch
Phishing-E-Mails nimmt permanent zu. Immer mehr Anwender werden täglich mit Nachrichten zugeschüttet, die nur einen Sinn und Zweck haben: Durch Irreführung der Empfänger sollen persönliche Zugangsdaten und Passwörter entlockt werden. Die Online-Community
PhishTank hat sich dem Kampf gegen Phishing verschrieben und kürzlich die erste Statistik veröffentlicht.
Zahlen für Oktober
Registrierte Nutzer von PhishTank können verdächtige Mails melden. Nach einer Prüfung werden die Informationen in die Datenbank aufgenommen, die auch
OpenDNS zur Verfügung steht. Hierbei handelt es sich um einen speziellen, werbefinanzierten DNS-Dienst. Im Gegensatz zu den herkömmlichen DNS-Servern werden die URLs vorher auf Phishing überprüft. Verdächtige Domains werden automatisch auf eine Warn-Seite umgeleitet, sodass der Anwender nicht Gefahr läuft auf die gefälschte Seite zu gelangen.
Phishing mit eBay-Inhalt weit vorne
Im Oktober haben die Community-Mitglieder 7.061 verdächtige Phishing-Mails gemeldet. 3.678 davon wurden als gefährlich eingestuft und der Datenbank hinzugefügt. In nur 878 Fällen entpuppte sich der Verdacht als unbestätigt. Die restlichen Seiten konnten nicht verifiziert werden, da sie zu schnell wieder aus dem Internet verschwunden waren. Interessant ist auch die Statistik über die zehn beliebtestes Marken, die in Phishing-Mails gefälscht werden. An erster Stelle täuschen die Nachrichten eine Anfrage vom Bezahldienst PayPal vor. An der zweiten Position befindet sich das Auktionshaus eBay und nur drei Plätze dahinter liegen die Volks- und Raiffeisenbanken. Die Gefahr durch Phishing-Mails darf also weiterhin nicht unterschätzt werden. Vorsicht bei fremden und verdächtigen Nachtrichten bleibt also oberstes Gebot im Internet.
Nam Kha Pham