Der Verein "Reporter ohne Grenzen" kündigt eine Protestaktion gegen die Zensur im Internet an. Von kommenden Dienstag bis Mittwoch, 7. bis 8. November, können Internetnutzer die "Schwarzen Löcher des Internets" durch einen Klick auf die Maustaste schließen.
13 Feinde des Internets
Ab 11 Uhr werden auf der Seite
www.rsf.org für einen Zeitraum von 24 Stunden die 13 Länder aufgelistet, die nach Angaben der "Reporter ohne Grenzen" die "größten Feinde des Internets" sind. Mit einem Klick auf die interaktive Karte sollen die Besucher der Seite dabei helfen, dass die schwarzen Löcher des Internets innerhalb von 24 Stunden verschwinden. Jeder Klick helfe dem Verein, sich noch nachdrücklicher für einen freien Informationsfluss im Internet einzusetzen.
Zudem startet "Reporter ohne Grenzen" am Mittwoch, 7. November, eine neue Blog-Plattform unter
www.rsfblog.org. Wer seinen Blog unter dieser Adresse einrichte, helfe der Organisation, diejenigen zu unterstützen, die sich gegen der Zensur im Internet wiedersetzen. Über
www.rsf.org können Internetnutzer außerdem eine Nachricht an den Yahoo-Mitbegründer Jerry Yang schicken.
Nachricht an Yahoo-Mitbegründer
Yahoo sei das erste Unternehmen, das seine Internetsuchmaschine in China zensiert habe und arbeite seit Jahren mit der chinesischen Polizei zusammen. Der Journalist Shi Tao etwa sei mit der Hilfe von Yahoo für zehn Jahre ins Gefängnis gewandert. "Reporter ohne Grenzen" sorgt nach eigenen Angaben dafür, dass Yang die Nachrichten erhält.
Denise Bergfeld