Freitag, 03.11.2006 15:00

T-Com setzt nicht auf WIMAX

aus dem Bereich Breitband
Die Telekom-Tochter T-Com setzt nicht auf die WIMAX-Funktechnik. An der für den kommenden Dezember geplanten Versteigerung der WIMAX-Frequenzpakete werde sich die T-Com nicht beteiligen, gab das Unternehmen am heutigen Freitag bekannt.

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WIMAX-Pläne geplatzt

Die T-Com habe die WIMAX-Technik zunächst als mögliche technische Lösung in Betracht gezogen, um die DSL-Versorgung in Deutschland weiter auszubauen. Dabei wurden nach Angaben des Unternehmens zwei Geschäftsideen verfolgt. Zum einen war der Einsatz als fester Internetzugang in Gebieten geplant, in denen T-DSL nicht verfügbar ist, zum anderen sollten so genannte Hot Zones aufgebaut werden, durch die ein zusätzlicher ortsungebundener Breitbandzugang in bereits erschlossenen Gebieten entstehen sollte.

Für die Hot Zones sei ursprünglich ein großflächiger Einsatz geplant gewesen. Bei zwei WIMAX-Pilotprojekten habe sich aber gezeigt, dass "WIMAX zwar grundsätzlich eine interessante breitbandige Technologie ist, im Hinblick auf bisher nicht mit T-DSL versorgte Gebiete für die T-Com jedoch technisch und wirtschaftlich keine Alternative zur ständig fortschreitenden leitungsgebundenen Technik darstellt", heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Auktionsbedingungen geändert

Grund für die Absage an WIMAX seien außerdem die geänderten Auktionsbedingungen, die den Erwerb von flächendeckenden Frequenzen erschweren würden. Kunden könnten die im Unternehmen bereits vorhandenen alternativen Techniken nutzen, wie UMTS und HSDPA. Mit T-DSL via Satellit biete die T-Com zudem eine alternative DSL-Variante im gesamten Bundesgebiet an.

Die T-Com will nach eigenen Angaben auch künftig in die DSL-Versorgung von Anschlussbereichen investieren und setzt dabei auf eine Zusammenarbeit mit den Kommunen. Ein Baustein sei zudem die neue T-DSL-Variante "55 dB". Im vergangenen Juli hatte das Unternehmen die Dämpfungsgrenze auf 55 Dezibel (dB) herabgesenkt, um weiteren 200.000 Kunden DSL mit einer Downloadgeschwindigkeit von 384 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) anbieten zu können. Zuvor lag diese Schaltgrenze bei 50 dB.
Denise Bergfeld
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