Ebenfalls neu: Der Phishing-Schutz. Genau wie der Internet Explorer 7 verfügt Firefox über einen eingebauten Schutz vor Phishing, mit dessen Hilfe dem Anwender die Erkennung von Phishing-Websites erleichtert wird. Dabei ist es sowohl möglich, den Phishing-Schutz ähnlich eines Spam-Filters auf dem eigenen Rechner zu konfigurieren, als auch per Abfrage an Googles Phishing-Schutz.
Leistungsfähiger Phishing-Schutz
Die zweite Option ist natürlich wesentlich sicherer, für Freunde der gepflegten Anonymität im Netz oder für Google-Hasser jedoch nicht zu gebrauchen. Solche Zeitgenossen benötigen jedoch auch in der Regel keinen Phishing-Schutz, da sie sicher genug sind, nicht auf die plumpen Maschen der Phisher hereinzufallen. Für Internet-Anfänger eignet sich der Phishing-Schutz jedoch hervorragend: Firefox blendet die Seite leicht aus und dafür eine dicke Warnmeldung ein.
Die übrigen Neuerungen sind hintergründig. Eine eingebaute Rechtsschreib-Prüfung hilft beim Verfassen von E-Mails im Browserfenster oder beim Schreiben von Blog-Einträgen – die Prüfung ist sogar recht treffsicher. Die Privacy-Einstellungen zum schnellen Löschen der privaten Daten aus dem Browser-Cache ist von den Einstellungen ins Extras-Menü gewandert.
Flinker und hübscher
Der neue Add-On-Manager verbindet den alten Theme- und den Erweiterungs-Manager für mehr Übersicht. Auch das Erweiterungs-System wurde verbessert, um Entwicklern die Anpassung von Erweiterungen an verschiedene Sprachen zu erleichtern.
Firefox ist erwachsen geworden. Die Version 2.0 des Browsers ist die logische Folge von Firefox 1.5, Features wurden sinnvoll ergänzt, der Browser beschleunigt und rundum geglättet. So wirkten Menüs und Funktionen unfertig, hier und da wurden mittelschwere Bugs monatelang mitgeschleppt.
Fazit: Vorsprung ausgebaut
Im Test konnte kein einziger Fehler in Firefox 2.0 gefunden werden. Der Browser ist zuverlässig und schnell, die Menüs sind anders als bei Firefox 1.5 wirklich komplett optisch und sprachlich ansprechend übersetzt. Die Logik der Einstellungen wurde verbessert, insgesamt wirkt Firefox wesentlich aufgeräumter als die Vorgänger-Version.
Doch es gibt einige kleine Wermuts-Tropfen: So wäre eine "Privates Surfen"-Funktion sinnvoll gewesen, wie sie sich in
Apples Safari finden lässt. Auf diese Weise werden erst gar keine Daten gesammelt. Ebenfalls wesentlich ansprechender als die Firefox-Lösung ist beim Internet-Explorer 7 und bei Safari die Möglichkeit zur Darstellung von RSS-Feeds auf einer Internetseite statt in den Favoriten. Ansonsten kann den Entwicklern nur gratuliert werden: Firefox 2.0 ist die beste Firefox-Version aller Zeiten und baut den Vorsprung zum
Internet Explorer erneut aus.