Dienstag, 17.10.2006 17:16

Apple: Keine Angst vor Microsofts "Zune"

aus dem Bereich Computer
Apple ist nicht das einzige Unternehmen, das portable MP3- und Multimedia-Player entwickelt hat - aber das wohl erfolgreichste. Nun drängt Microsoft mit einem neuen Player namens "Zune" auf den Markt, der in der Vergangenheit auch als "iPod-Killer" bezeichnet wurde. Ob der "Zune" diesem Namen wirklich gerecht werden wird, muss sich noch zeigen. Apple-Chef Steve Jobs sieht es gelassen.

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"Das dauert ewig"

In einem Interview mit dem amerikanischen Nachrichtenmagazin "Newsweek" sagte Jobs, der "Zune", den Microsoft als iPod-Konkurrent mit Community-Funktion ankündigte, mache ihm keine Sorgen. Er habe die Videos im Internet gesehen, welche die drahtlose Weitergabe von Songs an andere Nutzer demonstrieren - die mit dem Empfänger-Zune dann dreimal abspielt werden könnten. "Das dauert ewig", so Jobs über die drahtlose Übertragung.

Wer etwa einem Mädchen einen Song vorspielen wolle, solle besser einen der eigenen Ohrhörer weitergeben. Dann sei man nur noch durch 50 Zentimeter Kopfhörerkabel voneinander getrennt. Bis man die drahtlose Übertragung mit dem Zune hinter sich habe, sei das Mädchen aufgestanden und gegangen, stichelte Jobs.

Das Erfolgsgeheimnis

Beim iPod ist es derzeit kein Thema, die iTunes-Musik auch kompatibel für andere portable Player zu gestalten. Die Kunden wüssten vor dem Kauf, dass die Musik nur mit iTunes und dem iPod abspielbar ist. Niemand habe bislang nach Interoperabilität verlangt, so Jobs. Bei der Entwicklung des iPod sei die Entscheidung richtig gewesen, die Musikdatenbanken nicht auf dem Player, sondern in iTunes zu verwalten. Viele Hersteller hätten versucht, alles auf dem Player zu verwalten. Dadurch werde es zu kompliziert und das Gerät nutzlos.

Beim Design habe Apple versucht, etwas Ganzheitliches und Einfaches zu gestalten. Am kommenden Montag, 23. Oktober, wird der iPod nun fünf Jahre alt und Jobs sieht keine Gefahr, dass der beliebte Player seinen Reiz verliert, weil er zu populär geworden ist: "Das wäre so, als würde man die Lippen seiner Liebsten nicht mehr küssen, weil jeder Mensch Lippen hat".
Denise Bergfeld
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