Bei den Instant Messaging-Programmen ist die Konkurrenz groß. Auch Google, sonst in vielen Bereichen Marktführer, bekommt das zu spüren. Im Gegensatz zu Skype setzt die Internettelefonie-Software "
Google Talk" daher auf offene Standards und Interoperabilität zu anderen Protokollen. Neuerdings unterstützt die Software auch den freien "Speex"-Codec.
Leistungsfähige Codecs teuer
Bei Voice-over-IP-Gesprächen wird ein Codec dazu benötigt, die analogen Sprachdaten in digitale Pakete zu verwandeln. Je nach verwendetem Codec fallen so mehr oder weniger Daten an. Leistungsfähige Codecs, die auch bei geringer Bandbreite noch gute Gesprächsqualität liefern, sind jedoch oft kommerziell und müssen gekauft werden.
Anders ist es bei
Speex: Dieser Open-Source-Codec ist frei verfügbar und kann für unterschiedliche Bandbreiten genutzt werden. Er unterstützt Narrowband (8 kHz), Wideband (16 kHz) und Ultra-Wideband (32 kHz)-Kompression im gleichen Datenstrom. Auch soll er verlorene Pakete "verschleiern" können, so dass es nicht zu Aussetzern beim Gespräch kommt.
Telefonieren mit nur zwei kbit/s
Interessant ist Speex sicherlich für alle, die nicht über eine schnelle Internetverbindung verfügen. Theoretisch kommt Speex mit Bitraten von nur zwei Kilobit pro Sekunde klar, so dass ein Telefonat auch unter den widrigsten Bedingungen - wenn auch mit verminderter Qualität - möglich ist. Wer über eine schnellere Verbindung verfügt, kann nahezu mit CD-Qualität telefonieren. Neben Google Talk unterstützen auch andere VoIP-Softphones den Speex-Codec.
Christopher Bach