Google Earth ist Googles beliebtes und kostenloses Satellitenfoto-Programm. Allerdings kamen bislang nur Bewohner von Ballungsräumen in den Genuss hochauflösender Bilder. Ländliche Regionen waren von
Google Earth nicht selten als Pixelbrei aufgelöst, bei dem sich nur wenige Details erkennen ließen.
Klammheimliches Update
Klammheimlich hat Google nun auch zahlreiche zuvor nur schwach abgedeckte Gebiete Deutschlands und Österreichs mit hochauflösenden Bildern ausgestattet. So sind auch entlegene Gegenden Deutschlands und Österreichs nun so hoch aufgelöst, dass sich zumindest Autos als solche identifizieren lassen. Kleinere Objekte sind jedoch weiterhin recht unscharf, während zahlreiche Ballungszentren inzwischen so hoch aufgelöst sind, dass sich einzelne Menschen erkennen lassen.
Das Ausmaß der Detailverbesserung lässt sich zum Beispiel am Radioteleskop Effelsberg nahe Bad Münstereiffel in der Eifel erkennen: War die im Durchmesser rund 100 Meter messende Schüssel zuvor bestenfalls als weißer Fleck wie Schnee auf einer Lichtung erkennbar, sind nun Details sichtbar, die das Radioteleskop eindeutig als solches identifizieren.
Auch am Ende der Welt
Mit den Änderungen sind Deutschland und Österreich nun fast komplett mit hochauflösenden Bildern abgedeckt. Was fehlt, sind einige grenznahe Gebiete, vor allem in der Alpenregion. Bei Stichproben durch die onlinekosten.de-Redaktion wurden selbst entlegene Gebiete mit verbesserten Bildern ausgestattet, die mindestens Objekte von der Größe eines Autos sichtbar machen.
Dank der hochauflösenden Bilder ist Google Earth nun auch für die Einwohner dünner besiedelter Regionen interessant, da sich ausreichend Details erkennen lassen. Dadurch lässt sich auch die in Google Earth integrierte Routenplaner-Funktion wesentlich besser nutzen. Die verbesserten Bilder wurden auch bei
Google Maps eingepflegt, allerdings sind einige Regionen noch immer nicht hochauflösend erfasst.