Während Microsoft seine Service Packs mit großem Tamtam ankündigt, liebt Apple die leiseren Töne. Die großen System-Updates kommen heimlicher und häufiger als bei der Konkurrenz. In einer anderen Hinsicht nähert sich Apple jedoch Microsoft immer mehr an: Die Probleme mit den Updates werden häufiger. So auch beim am vergangenen Wochenende erschienenen Mac OS X-Update, das
OS X auf Versionsnummer 10.4.8 schubste.
Neben zahlreichen gestopften Sicherheitslücken verbessert Apple mit dem Update verschiedene Funktionen von Mac OS X: Unter anderem wird die Verbindung mit WLAN-Hotspots mit Hilfe des EAP-FAST-Protokolls hinzugefügt und OS X im Breitband-Netz beschleunigt. Eine weitere Neuerung ist die systemeigene Unterstützung für das RAW-Format von Digitalkameras. Weitere Verbesserungen erfolgen in der Hard- und Software-Unterstützung, insbesondere im Bezug auf USB-Geräte und die Zuverlässigkeit der Rosetta-Umgebung, die den Einsatz alter PowerPC-Programme auf Intel-Macs erlaubt.
Sinnvolle Verbesserungen und lästige Schwierigkeiten
Doch wie sooft bei Mac OS X-Updates liefen die Verbesserungen nicht ohne Probleme ab: Das 30,5 (PowerPC-Macs) respektive 211 Megabyte (Intel-Macs) große Update verursacht auf einigen Rechnern Probleme der störenden Art. Keine schwerwiegenden Systemfehler zwar, aber neben den sinnvollen Verbesserungen gibt es einige lästige Schwierigkeiten.
So wird in einschlägigen Foren berichtet, dass manche Bildschirme seit dem Update einen Blaustich aufweisen. Betroffen sind alle Baureihen aller Macs. Der Grund scheint in der Regel ein falsches Color-Sync-Profil zu sein, eine Schwierigkeit, die sich in den Systemeinstellungen unter "Monitore" wieder beheben lässt. Manchmal allerdings soll Color-Sync unschuldig sein – hier hilft nur die manuelle Kalibrierung.