Es ist ein unangenehmes Geräusch, das sich irgendwo aus den Tiefen des Macbook-Gehäuses erhebt. Es hört sich an wie Grillenzirpen, manchmal wie ein Knistern oder wie Elektronik kurz vor einem Kurzschluss. Manchmal wird das Geräusch vom kurzen Aufheulen des Lüfters übertönt. Es riecht nach heiß gewordener Elektronik. Dann ist plötzlich Totenstille: Das Macbook hat sich ohne Vorwarnung ausgeschaltet.
Neue Macs mit Fehler-Bonus
Apple-Kunden haben es zurzeit sehr schwer mit ihren neuen Apple-Notebooks mit Intel Core-Duo-Prozessor: Störgeräusche und Ausschalten wie von Geisterhand, zu laute Lüfter und gemessene Prozessor-Temperaturen von bis zu
90 Grad Celsius sind die Probleme, von denen Anwender seit der Vorstellung der Macbook Pros im Januar und der Macbooks im Mai 2006 berichten.
Der Umstieg auf Intel-Prozessoren – ansonsten allgemein als vernünftig empfunden – verschafft Apple ein massives Qualitätsproblem. Beim Intel-Umstieg hat Apple dem Powerbook und dem iBook ein neues Design verpasst und sie mit einem neuen Namen versehen: Aus dem iBook wurde das Macbook, aus dem Powerbook das Macbook Pro. Auf den ersten Blick handelt es sich um Traumgeräte: Statt der altersschwachen PowerPC G4-Prozessoren arbeitet im Inneren ein moderner Intel Core-Duo-Prozessor mit mindestens 1,83 Gigahertz und zwei Kernen. Die Haptik wurde gegenüber den PowerPC-Modellen verbessert und neben Mac OS X lässt sich mit dem Apple-Tool
Boot Camp auch Windows nativ auf den Rechnern betreiben. Der kompromisslose Fortschritt, ein Traum in Alu und Plastik.
Heiße Laptops
Doch die Freude über die neue, von Apple bislang nicht gekannte Geschwindigkeit wich schnell der Ernüchterung: Störgeräusche und Hitzeprobleme machen sowohl dem Macbook, als auch dem Macbook Pro zu schaffen. Besonders die Hitze ist für zahlreiche Anwender ein Problem: "Auf der linken Seite kann man bei den aktuellen Temperaturen Eier braten", beschreibt Macbook-Nutzer "FReitag" das Hitzeproblem im
Mediengestalter-Forum.