Der Internetprovider Interoute will ab dem kommenden Jahr einen nach eigenen Angaben "GEZ freien Internetzugang" anbieten. Das Produkt mit dem viel versprechenden Namen "No GEZ" soll einen T-DSL-Internetzugang mit einer Flatrate beinhalten, bei dem sämtliche Inhalte der öffentlich-rechtlichen Sender gesperrt sein werden.
Diskussion wird angeheizt
Die zusätzlichen Kosten, die vor allem kleine und mittelständische Unternehmen treffen werden, seien damit vom Tisch, verspricht der Provider, der selbst vorwiegend Geschäftskunden betreut. Damit heizt Interoute die aktuelle Diskussion um die konkrete Gestaltung der GEZ-Gebühren für "internetfähige Computer" weiter an.
Zuletzt hatte die Rundfunkkommission der Bundesländer über das Thema diskutiert, war aber zu keiner Entscheidung gekommen. Nun wird sich die Ministerpräsidentenkonferenz vom 18. bis 20. Oktober im niedersächsischen Bad Pyrmont mit den GEZ-Gebühren beschäftigen.
Es sei nach Angaben von Interoute allerdings noch nicht klar, ob die neue Gebühr künftig abhängig vom Internetzugang oder vom jeweiligen Endgerät erhoben werden wird. "Wir haben aber eine mündliche Zusage von einem Mitarbeiter der GEZ, dass keine Gebühren anfallen, wenn beim Internetzugang sämtliche gebührenpflichtige Inhalte gesperrt werden", sagt Panos Meyer von Interoute im Gespräch mit onlinekosten.de. Ab dem 1. Januar kommenden Jahres soll der neue Internet-Zugang verfügbar sein.
Alles hängt von Politik ab
Konkrete Preise will Interoute erst im Dezember bekannt geben. Ab Dezember ist das neue Angebot "No GEZ" dann auch über das
Internet oder telefonisch bestellbar. Vorausgesetzt, in der Politik fällt nicht die Entscheidung, die Gebühr allein vom internetfähigen Endgerät abhängig zu machen. "Dann wäre unser Angebot überflüssig", so Meyer. Bis eine endgültige Entscheidung falle, werde aber noch viel Wasser den Rhein hinunter fließen.