Die
Unkenrufe der Presse haben es schon angekündigt, jetzt ist es endlich so weit: Jajah startet heute seine neue Mobile Suite, um Internet-Telefonie aufs Handy-Display zu bringen. Wer sich kostenlos für den Service des VoIP-Anbieters anmeldet, kann sich jetzt mit der neuen Software auch mobil übers Internet mit seinem Gesprächspartner verbinden lassen. Eine Einwahlnummer ist dabei nicht nötig, für den Nutzer soll sich am Wählvorgang nichts ändern. Dabei verzichtet Jajah auf Mindestvertragslaufzeiten und monatliche Grundgebühren.
Jajah macht mobil
Das Verfahren ähnelt der
webaktivierten Telefonie, mit der das Unternehmen VoIP bereits ins Festnetz exportiert hat. Die neue Mobile Suite ist zunächst für alle Handys mit Symbian und Java (J2ME) verfügbar. Bald sollen auch Smartphone-Browser und zusätzliche Dienste wie Textmessaging folgen. Die Software funktioniert in Deutschland mit allen Netzbetreibern und unabhängig vom Mobilfunkvertrag. Ist die Anwendung installiert, wählt der Nutzer wie gewohnt die gewünschte Rufnummer seines Gesprächspartners. Jajah verbindet dann das genutzte Handy direkt mit dem Zielanschluss. Lediglich für die Übermittlung der Anforderung wird kurz eine Onlineverbindung aufgebaut, wodurch – meist geringe – zusätzliche Kosten durch den Netzbetreiber entstehen.
Weltweiter Einheitspreis
Die Tarifstruktur ist dabei besonders einfach gehalten. Telefonate werden international mit 15 Cent pro Minute abgerechnet. In einigen Ländern, wie den USA und China, können auch Handys zu diesem Minutenpreis erreicht werden. Ansonsten fallen 28 Cent pro Minute in die weltweiten Mobilfunknetze an. Für innerdeutsche Telefonate lohnen sich diese Preise – je nach genutztem Tarif – nur bedingt. Vertragskunden mit einem Tarif wie T-Mobile Relax zahlen teilweise geringere Minutenpreise, als Jajah anbietet. Für Kunden mit einem Pauschalangebot wie
Base lohnt sich das Angebot gar nicht fürs nationale Festnetz.
Wer aber viel ins Ausland telefoniert, kann auf diese Weise erhebliche Kosten sparen. Die Jajah Mobile Suite kann auch genutzt werden, wenn sich der Kunde beispielsweise mit einem deutschen Handy im Ausland befindet. Für die Verbindung wird jedoch der Jajah-Nutzer selbst auf seinem Handy angerufen. Dadurch werden hier dann zusätzlich die so genannten passiven Roaming-Gebühren fällig.
Aleksandra Leon