Der Düsseldorfer Mobilfunk-Netzbetreiber
Vodafone rüstet sich für die Zukunft. Nachdem in der Vergangenheit ausschließlich auf Mobilfunk-Angebote gesetzt wurde, bietet der ehemalige Mannesmann-Konzern neuerdings auch eigene
DSL-Anschlüsse an. Künftig gehe es für Vodafone darum, Sprache und Daten über eine Infrastruktur - sozusagen als "All-IP"-Produkt. Das sagte Hartmut Kremling, Geschäftsführer Technik bei Vodafone D2 auf einem Workshop in Düsseldorf.
Mobile Killerapplikation fehlt
Mobilfunk-Kunden würden in Zukunft erwarten, dass sie auch unterwegs alle zuhause oder im Büro gewohnten Internet-Dienste nutzen können, sagte Kremling. Dazu zählten auch mobile Musik- und TV-Angebote sowie Videotelefonie. Allerdings werde es wohl keine mobile Killerapplikation geben. Vielmehr sei bei einem angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis ein Mix aus verschiedenen Aspekten notwendig, um langfristig mit mobilen Diensten erfolgreich sein zu können. Dazu gehöre zum Beispiel eine hohe Verfügbarkeit und Qualität des Dienstes. Ferner sei eine einfache Nutzung von großer Relevanz. Vodafone habe festgestellt, dass viele Nutzer bei neuen Endgeräten nur 30 Prozent der theoretisch nutzbaren Funktionen kennen.
Nicht zu vernachlässigen ist nach Ansicht des Vodafone-CTO auch der Sicherheits-Gedanke. Auch wenn aktuell noch keine akute Bedrohung durch Handy-Viren und -Würmer ausgeht, müsse man sich auf weitere Attacken einstellen. "Es wird künftig immer mehr Versuche geben, Handys anzugreifen", so Kremling.
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