Samstag, 23.09.2006 11:01

VDSL-Ausbaustopp mit Folgen

aus dem Bereich Breitband
Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke ist in diesen Wochen wahrlich nicht zu beneiden. Erst muss er verkünden, dass sein Konzern im Festnetzgeschäft im ersten Halbjahr über eine Million Kunden verloren hat, immer wieder werden Gerüchte laut, sein Job stehe auf sehr wackeligen Beinen und nun berichtet droht offensichtlich auch noch ein größerer Stellenabbau als bisher bekannt war. Das berichtet die "WirtschaftsWoche".

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Die einen kommen, die anderen gehen

Unter Berufung auf Informationen aus der Belegschaft berichtet das Magazin über "Sparorgien" und "Ausgabenstopps" in den drei Sparten T-Mobile, T-Com und T-Systems, die seit der Aufsichtsratssitzung am 2. September den gesamten Konzern bremsen. Wie es heißt, können verschärfte Renditevorgaben den vorzeitigen Stopp für den Ausbau des neuen VDSL-Netzes bedeuten. Das wiederum würde bedeuten, dass weitere 8.000 Mitarbeiter ihren Job verlieren.

Neue Stellen soll es aber auch geben. In den T-Punkten sollen 1.500 neue Stellen geschaffen werden, sagte Ricke der "Rheinischen Post". Dazu kämen noch einmal tausend Mitarbeiter bei Drittfirmen. Ricke kündigte an, die Telekom werde 700 Auszubildende übernehmen.

VDSL auch für Geschäftskunden?

Ferner will die "WirtschaftsWoche" erfahren haben, dass T-Systems-Chef Lothar Pauly über weitreichende Vermarktungsmöglichkeiten nachdenke. Eine Option sei, das VDSL-Netz, dessen Ausbau in zwölf Städten abgeschlossen werden konnte, auch für Geschäftskunden zu öffnen. Nach aktuellem Stand soll es nur für 50-Mbit-Anschlüsse in Privathaushalten dienen. Ein solcher Schritt würde für die T-Com allerdings weitere Umsatzeinbußen bedeuten. Bisher müssen Unternehmen für Online-Zugänge ab 34 Megabit pro Sekunde Standleitungen ordern, die mehr als 1000 Euro pro Monat kosten. Für einen VDSL-Anschluss würden nur 50 bis 60 Euro fällig werden.
Hayo Lücke
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