Nach fast sechs Wochen ist alles vorbei: die Versteigerung von neuen Frequenzen auf dem amerikanischen Mobilfunkmarkt ist beendet und die US-Tochter von T-Mobile steht als einer der Gewinner dar. T-Mobile USA konnte sich mit Geboten von insgesamt 4,2 Milliarden Dollar insgesamt 120 neue Lizenzen sichern. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die US-Telekommunikationsaufsicht FCC.
Elf Milliarden Euro für US-Kasse
Insgesamt seien 13,9 Milliarden US-Dollar für 1.122 Lizenzen geboten worden. Umgerechnet entspricht das fast 11 Milliarden Euro. Experten waren im Vorfeld der Auktionen davon ausgegangen, dass durch die Auktionen bis zu 15 Milliarden US-Dollar einbringen könnten. Zur Versteigerung standen Pakete für unterschiedlich große Regionen – von Großräumen bis zu ländlichen Gebieten. T-Mobile USA hatte unter anderem für die großen Märkte New York City, Chicago und San Francisco geboten, heißt es weiter.
Neben T-Mobile konnten sich auch Verizon Wireless mit einer Gebotssumme von 2,8 Milliarden US-Dollar für 13 Lizenzen durchsetzen. Ein Konsortium um den Kabelkonzern Comcast, Time Warner und Sprint Nextel will insgesamt knapp 2,4 Milliarden US-Dollar für 137 Lizenzen investieren. Der größte US-Mobilfunkanbieter Cingular Wireless gab Gebote über 1,3 Mrd. Dollar für 48 Lizenzen ab.
Künftig auch UMTS-Dienste in den USA
Schon im Vorfeld der Auktionen war bekannt geworden, dass T-Mobile als
aggressiver Bieter auftreten muss. T-Mobile USA ist ohnehin der kleinste Anbieter auf dem US-Markt und drohte ohne weitere Kapazitäten noch weiter hinter die Konkurrenten zurückzufallen. Künftig steht für T-Mobile USA auch auf dem Plan, in den USA UMTS-Dienste anzubieten.
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