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AOL-Übernahme durch die Telecom Italia ist seit dem vergangenen Sonntag besiegelt. Nun wurden weitere Details zu den Zukunftsplänen der Telecom Italia und der deutschen Konzerntochter
Hansenet bekannt. Dabei geht es auch um den künftigen Umgang mit den AOL-Bestandskunden.
Behutsam vorgehen
Peu à peu wolle Hansenet den AOL-Bestandskunden nun Alice-Produkte anbieten, berichtet die "Financial Times Deutschland". Man werde bei der Umstellung behutsam vorgehen, sagte der deutsche AOL-Geschäftsführer Charles Fränkl. Niemand werde zum Wechsel gezwungen. Wer nicht wechseln wolle, könne auch weiterhin mit der AOL-Software ins Internet gehen und seine E-Mail-Adresse von AOL behalten.
Hansenet hat durch die Übernahme mit einem Schlag mehr als doppelt so viele Breitbandnutzer hinzu gewonnen. 1,1 Millionen DSL-Kunden und 1,3 Millionen Schmalband-Nutzer wandern nun von AOL zu Hansenet. Der Konzern ist von einem auf den anderen Tag - neben Arcor und United Internet - zu einem der größten Telekom-Konkurrenten geworden. Das Unternehmen wird sich nach eigenen Angaben künftig weiter auf den Ausbau des eigenen Netzes konzentrieren und dies flächendeckend auf mehr als 300 Städte in Deutschland auszuweiten. Aktuell ist Hansenet über die Marke Alice DSL in etwa 200 Städten aktiv.
AOL wird ein Internetportal betreiben
AOL wird künftig nach Informationen der "Financial Times Deutschland" ein Internetportal für Hansenet betreiben und sich um Inhalte und Anzeigen kümmern. Auch in Frankreich und Großbritannien stehen Teile des Unternehmens zum Verkauf, da sich AOL in Europa vollständig aus dem Internetzugangsgeschäft zurückziehen und sich auf Online-Anzeigenverkauf und Online-Inhalte fokussieren will. Ein größerer Stellenabbau soll im Zuge der Tranaktion nicht geplant sein.
Denise Bergfeld