Nach dem Start einer
Musik-Download-Flatrate in Deutschland plant die eigentlich als Klingelton-Firma bekannte Jamba GmbH einen Angriff auf neue Märkte. Bereits heute ist Jamba in 30 Ländern aktiv, plant nun aber eine weitere Expansion. "Wir werden unsere weltweite Expansion energisch vorantreiben. Wir nehmen Lateinamerika und Indien ins Visier. Das sind riesige Märkte, die wir genau beobachten", sagte Jamba-Chef Markus Berger-de Léon dem "Handelsblatt".
Deutlicher Umsatzrückgang
Ein Grund für dieses Vorgehen dürfte der bröckelnde Umsatz des Unternehmens sein. "Wir erwarten in diesem Jahr einen Umsatz von 300 Millionen Dollar", so Berger-de León. Zum Vergleich: 2005 hatte der Umsatz noch bei knapp 530 Millionen Dollar gelegen. Der Jamba-Boss hat dafür eine Erklärung: "2005 war für uns ein außergewöhnlich gutes Jahr. Der Crazy Frog sorgte für einen Rekordumsatz. Solche attraktiven Inhalte fehlen uns."
Für die Zukunft sieht sich Jamba gut aufgestellt. Auch, weil der Medienunternehmer Rupert Murdoch in der vergangenen Woche bei der Berliner Firma eingestiegen. Murdoch, dem unter anderem das Film- und Fernsehstudio 20th Century Fox gehört, hatte 51 Prozent von Jamba für 188 Millionen Dollar (149 Millionen Euro) gekauft. Dadurch hat Jamba zum Beispiel Zugriff auf die Zeichentrickserie "Die Simpsons" und kann diese entsprechend vermarkten.
Hayo Lücke