Ostdeutsche Internetnutzer kaufen seltener im Netz ein als Westdeutsche. Nur rund vier Prozent aller Internetnutzer aus den neuen Bundesländern gehen häufig per Mausklick auf Einkaufstour.
Nicht jeder hat Internet
Dies geht aus der am vergangenen Donnerstag vorgestellten Studie "E-Shopping-Trend 2006" von Novomind, wiwo.de und handelsblatt.com hervor. Im Westen sind es durchschnittlich 11,5 Prozent aller Internetnutzer. Vor allem ostdeutsche Frauen halten sich demnach zurück. Eine mögliche Erklärung für die Unterschiede zwischen Ost und West liegt laut Studie in der unterschiedlichen Verbreitung von Breitbandanschlüssen.
So gehen Kunden mit schnellen und stabilen Zugängen wesentlich häufiger im Internet einkaufen. Weite Bereiche in den neuen Bundesländern seien hiermit aber eher unterversorgt. Am liebsten kaufen die 31- bis 40-jährigen Deutschen im Internet ein. Hier liegt laut Studie der Anteil derjenigen, die mehrmals im Monat im Internet shoppen, bei 52 Prozent.
25 Millionen kaufen online
Hingegen kommen die 41- bis 50-Jährigen nur auf 31 Prozent. Bei den Internetnutzern über 50 Jahren liegt der Anteil dann wieder bei 44 Prozent. Bei den Surfern über 60 sind es 43 Prozent. Ganz junge Internetnutzer zwischen 14 und 20 Jahren kaufen zu 50 Prozent mehrmals im Monat im Netz ein. Insgesamt kaufen den Angaben zufolge rund 25 Millionen Bundesbürger zwischen 16 und 74 Jahren im Internet ein. Damit liege Deutschland im europäischen Vergleich der Online-Shopper weit vorne. An der Onlinebefragung für die Studie nahmen 506 Endkunden teil.
Denise Bergfeld
/ afp