Rund 20,4 Millionen Europäer hören heute Radio über das Internet. Das sind 5,3 Millionen mehr, als noch im vergangenen Jahr. Dies ergab eine vom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in Auftrag gegebene Studie.
Kostengünstige Flatrates
Allein in diesem Jahr soll der Markt laut Studie um mehr als ein Drittel wachsen. "Getrieben wird er von schnellen Internetzugängen und kostengünstigen Flatrates", sagte BITKOM-Vizepräsident Jörg Menno Harms. Außerdem gebe es inzwischen viele Geräte fürs Wohnzimmer, die Online-Radiosender auch ohne Computer abspielen können.
14 Millionen Breitband-Zugänge
Für Ende 2006 rechnet der BITKOM mit knapp 14 Millionen schnellen Breitband-Zugängen in Deutschland. Das entspräche einem Plus von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Boom der Internet-Sender soll parallel weiter anhalten. Bis 2010 soll die Hörerschaft europaweit auf 31,9 Millionen Menschen wachsen, so die Prognose. "Zu einer unerwarteten Bremse könnten sich allerdings noch die in Deutschland geplanten Rundfunkgebühren auf PCs entwickeln", warnte Harms.
Denise Bergfeld