Im Zuge ihrer Reformbemühungen plant die Deutsche Telekom laut einem Zeitungsbericht ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm, mit dem bis 2010 insgesamt rund fünf Milliarden Euro eingespart werden sollen.
Planungen laufen noch
Wie die "Financial Times Deutschland" in ihrer Freitagausgabe berichtet, sollen im Konzern die Ausgaben für Vertrieb, IT-Systeme und Verwaltung in den nächsten Jahren deutlich zurückgefahren werden. Jedoch habe Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick bisher erst für die Hälfte der Sparsumme ein konkretes Maßnahmenpaket geschnürt. Wie die verbleibenden etwa 2,5 Milliarden Euro zusammenkommen sollen, sei noch unklar, zitierte das Blatt aus Unternehmenskreisen. Der Konzern wolle den Sparplan im November offiziell vorstellen.
Unklar sei bislang auch, ob es im Rahmen des neuen Sparpakets auch weitere Stellenstreichungen geben werde, hieß es weiter in dem Bericht. Die Telekom hatte im vergangenen November angekündigt, ihren Personalbestand im Inland ohne betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2008 von rund 168.000 um 32.000 Mitarbeiter zu reduzieren. Bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen im August hatte Konzernchef Kai-Uwe Ricke erklärt, ein weiterer Stellenabbau stehe derzeit nicht zur Debatte.
Konsequenz aus Umsatzrückgang
Der Vorstandsvorsitzende sieht sich zu neuen Reformmaßnahmen gezwungen, nachdem die Deutsche Telekom allein im ersten Halbjahr eine halbe Million Kunden verloren hatte. In der vergangenen Woche hatte Ricke deshalb bereits eine Preisoffensive mit Nachlässen von bis zu 30 Prozent für das Telefonieren im Festnetz und das schnelle Internet-Surfen mit DSL angekündigt.
Hayo Lücke
/ afp