Donnerstag, 14.12.2006 12:55

Ratgeber: Wege aus dem Spam-Dilemma

aus dem Bereich Computer
Grundsätzlich gilt für alle Internet-Nutzer mit neuen Mailadressen, dass sie ihre Adresse auf keinen Fall veröffentlichen sollten. Nicht auf Websites, nicht in Webforen, nicht in Gästebücher, nicht bei der Eintragung der eigenen Website in eine Suchmaschine. Auf diese Weise kann die Indexierung durch einen Adressen-Crawler sinnvoll vermieden werden. Vorsicht: Da die Adresssammler ihre Mailadressen gegenseitig verkaufen, reicht eine einzige Veröffentlichung der Mail-Adresse, um sie mit Spam zu fluten!

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Alte Adressen entspammen

Alte Adressen, die bereits Opfer von Spam-Attacken geworden sind, lassen sich nur noch schwer reinigen. Die einzige Möglichkeit ist ein lernfähiger Spam-Filter, der jeden Spam-Verdacht markiert und sofort die Bilder aus der Mail herausnimmt, um eine Rückmeldung per Webbug zu vermeiden. Solche Filter werden unter anderem von Thunderbird und Apple Mail genutzt. Auch der Klick auf eventuelle "Abmelden"-Links ist verboten, sofern der Newsletter nicht aus sicherer Quelle stammt.

Empfehlenswert ist zudem der Einsatz der Spam-Filter bei den Mailanbietern. Diese sind jedoch oft recht "nervös" und fangen nicht selten E-Mails ab, die kein Spam sind. Diese Filter lassen sich selten trainieren, meist wird die Hauptarbeit jedoch ohnehin durch eine Vernetzung der Anwender geleistet: Ein zentraler Spam-Filter für alle Mailaccounts beim Anbieter ist jedoch immer zuverlässiger als ein lokal angelernter auf dem Rechner des Anwenders.

Hervorragender Spam-Filter

Über einen besonders guten Spam-Filter verfügt der E-Mail-Dienst Googlemail von Google. Hier sorgen ähnliche Algorithmen wie bei den Google-Ads und dem Page-Rank für einen überaus brauchbaren Spam-Schutz – so brauchbar, dass sich Googlemail als Spam-Schutz vor eine andere Mailadresse schalten lässt.

Grundsätzlich sollten jedoch Spam-Quellen vermieden werden. Das heißt, die Weitergabe der E-Mail-Adresse sollte weitestgehend unterbunden werden: Keine unnötigen Newsletter bestellen, lieber auf RSS-Feeds setzen. Keine Mailadresse in Webforen und Gästebüchern oder in Kommentaren bei Blogs abgeben und unter keinen Umständen auf Spam-Nachrichten antworten. Dann sollte der Mail-Account für lange Zeit sauber bleiben.
Christian Rentrop
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