In den USA wird offensichtlich eifrig an einem Handy-Nachfolger für die überaus erfolgreiche RAZR-Reihe aus dem Hause Motorola getüftelt. Das erklärte Jim Wicks, Chefdesigner der Mobilfunksparte des US-Konzerns gegenüber der "WirtschaftsWoche" an. Demnach werde es im nächsten Jahr eine neue Gerätegeneration geben, die aktuell unter dem Namen SCPL entwickelt werde.
Neue Software-Plattform
"Sie wird die RAZR-Plattform ablösen und voraussichtlich 2007 auf den Markt kommen", sagte Wicks dem Magazin. Das Motorola RAZR wurde über seine verschiedenen Modelle als
UMTS-,
iTunes- oder
Java-Version weltweit über 50 Millionen Mal verkauft. Motorola habe Entwicklungszyklen von rund 16 Monaten. Deshalb seien die SCPL-Modelle noch nicht ganz fertig entwickelt. "Fest steht aber, dass die Handys auf einer ganz neuen Softwareplattform basieren: einer Kombination aus Linux und Java", so Wicks.
Ein Zwei-Klassenmodell, das Konkurrent Nokia mit seiner Luxusmarke
Vertu ins Leben gerufen hat, werde es bei Motorola nicht geben. "Da konzentrieren wir uns lieber auf High-End-Design, das wir dann aber millionenfach verkaufen können." Motorola gehe es darum, Geräte zu entwickeln, die Käufer "extrem ansprechen und die einen eindeutigen Motorola-Stil haben". Markante Designmerkmale würden dann auf verschiedene Modelle übertragen.
Hayo Lücke