Neuerungen gegenüber dem Internet Explorer 6
Microsoft hat den Internet Explorer einer kompletten Überarbeitung unterzogen. Der Browser ist schneller und vor allen Dingen funktionaler als der
Vorgänger. Der Alte lässt sich jedoch mit dem Plugin
MSN-Desktop um einige wichtige Features wie Tabbed Browsing oder den Popup-Blocker erweitern. Andere kostenlose
Addons für den Internet Explorer 6 bringen Sicherheits- und Komfort-Funktionen wie Popup-Blocker oder Feed-Unterstützung.
Die Alleinstellungsmerkmale des Internet Explorer 7 gegenüber dem Internet Explorer 6 schmelzen unter Einbeziehung der Addons dahin wie Schnee in der Sonne. Übrig bleiben systemnahe Features wie die verbesserte Druckfunktion und der Website-Zoom. Allerdings haben Plugins einen enormen Nachteil: Sie müssen einzeln auf dem neuesten Stand gehalten werden, während eingebaute Features mit jeder Version des Internet Explorers automatisch verbessert werden. Insofern kann sich der Einsatz des Internet Explorer 7 auch für alle eingeschworenen Fans des Veteranen lohnen..
Fazit: Ein solider Browser
Microsoft hatte bei der Entwicklung des Internet Explorer 7 eine Menge Zeit, doch diese Zeit wurde sinnvoll genutzt. Der Browser ist schnell wie immer und wurde sinnvoll an die Bedürfnisse moderner Websurfer angepasst. Zwar erscheinen viele Funktionen wie vom Konkurrenten Firefox kopiert, doch einerseits handelt es sich dabei um Standard-Funktionen, über die inzwischen jeder Browser verfügen sollte. Microsoft hat diese Funktionen hier und da mit Eigenentwicklungen oder durch das Zusammenwerfen der Funktionen verschiedener Browser verbessert, wodurch sie sehr ausgereift wirken.

Wie bei Microsoft üblich wurde den Konkurrenten ein ordentlicher Vorsprung gelassen, um Pionierarbeit zu leisten, auf der Ziellinie jedoch dürfte der Internet Explorer das Feld Mitbewerber von hinten aufrollen. Schließlich hat er einen riesigen Vorteil: Er wird künftig direkt in Windows Vista integriert und damit bei Veröffentlichung des neuen Betriebssystems kommendes Jahr schlagartig auf Millionen von neu verkauften Rechnern installiert. Damit dürfte sich der Internet Explorer wieder an die Spitze des Browser-Marktes setzen.
Download – aber wo?
Der Internet-Explorer steht ab sofort in der englischen Final-Version für Windows XP ab Service Pack 2, Windows XP Pro x64 sowie Windows Server 2003
zum Download bereit. Wer eine deutsche Version möchte, muss sich noch einige Tage gedulden und kann bis dahin auf den deutschen
Release-Candidate 1 ausweichen.
Ab November wird der Internet-Explorer 7 auch per Auto-Update-Funktion zur Verfügung stehen. Wer den Browser nicht oder erst mit dem Umstieg auf Windows Vista erhalten möchte, kann sich eines
Tools von Microsoft bedienen, was die Auslieferung per Auto-Update verhindert.