Was in Deutschland mit über 700.000 Kunden in nur sieben Monaten durchaus erfolgreich angelaufen ist, kann für den amerikanischen Markt nicht schlecht sein. Frei nach diesem Motto hat T-Mobile in den Vereinigten Staaten über die amerikanische Tochter T-Mobile USA einen Testlauf für
T-Mobile@home gestartet. Das berichtet die "BusinessWeek".
T-Mobile@home-Flatrate
Wie in Deutschland können neuerdings auch ausgewählte Testkunden in den USA mit ihrem T-Mobile-Handy innerhalb eines festgelegten @home-Bereichs mit ihrem Handy zu besonderen Konditionen telefonieren. In Branchenkreisen heißt es, T-Mobile USA plane eine Flatrate, die für 5 US-Dollar alle Gespräche mit dem Handy innerhalb des eigenen Wohnbereichs abdecke.
Einen Unterschied gibt es aber: in Deutschland werden @home-Kunden von den Basisstationen im jeweiligen Homezone-Bereich mit einem passenden Signal versorgt. Befindet sich der Nutzer im Umkreis dieser Basisstationen kann er auch noch außerhalb der eigenen vier Wände mit dem Handy zu festnetzüblichen Minutenpreisen mit dem Handy telefonieren. In den USA müssen T-Mobile-Kunden einen kleinen Router im Haus oder in der Wohnung aufstellen, um das @home-Produkt nutzen zu können. Außerhalb der Reichweite des Routers gilt nicht mehr die Flatrate, sondern die Mobilfunkpreise des abgeschlossenen Vertrages. Das kann theoretisch schon von wenige Meter vor der Haustür sein.
Angebot ist nicht allein
Mit dem @home-Produkt startet T-Mobile als viertgrößter und damit kleinster Mobilfunker der USA einen Angriff auf das klassische Festnetz. Derzeit ist der Testballon auf den US-Bundesstaat Oregon beschränkt, wie es heißt, sei T-Mobile aber daran interessiert, Gesprächsminuten aus dem Festnetz in den Mobilfunk abzuziehen. Allerdings ist T-Mobile mit derartigen Plänen nicht allein. Auch die Konkurrenten wie AT&T planen entsprechende Angebote.
Hayo Lücke